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Die Bahnhofsmission in Saarbrücken ruft zur Kaffeespende auf

Kaffeespenden gesucht : „Eine Tasse Menschlichkeit“

Spenden gesucht: Die Bahnhofsmission möchte weiterhin kostenlosen Kaffee für alle anbieten und braucht dazu Kaffeepäckchen-Spender.

900 Pfund Kaffee pro Jahr braucht die Bahnhofsmission am Saarbrücker Hauptbahnhof, um ihre Gäste täglich mit einer wärmenden Tasse zu erfreuen. Damit der Bedarf weiterhin gedeckt werden kann, rufen die Ehrenamtler nun dazu auf „Eine Tasse Menschlichkeit“ in Form von Kaffeepäckchen zu spenden. Die Diakonie Saar und der Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung finanzieren die Mission aus Kirchenmitteln und Spenden.

„Nicht nur bedürftige Menschen, zum Beispiel Obdachlose, kommen her, wir haben auch viele Gäste, die in der Kälte auf ihren Zug warten müssen,“ erzählt der ehrenamtliche Mitarbeiter, Herbert Rauber: „Jeder ist willkommen“. Ein Freund habe ihn vor vier Jahren gefragt, ob er sich hier nicht nützlich machen wolle, da er ja nun Rentner sei. „Seitdem arbeite ich hier ein bis zweimal pro Woche, tue etwas Gutes und mag die Abwechslung dabei“, erklärt er.

Nicht nur einen warmen Platz können die Ehrenamtler hier bieten, sie sind auch sofort zur Stelle, wenn jemand Hilfe am Gleis, beim Ein- und Aussteigen und allen Arten von Notfällen am Bahnhof braucht. „Ich habe hier auch schon einmal beim Annähen eines abgefallenen Knopfes geholfen“, berichtet Tina Blasius belustigt. Sie ist das „Urgestein“ in der Mission, denn sie ist hier schon seit 17 Jahren tätig.

Viele Gäste nehmen im Winter gerne einen heißen Kaffee mit, unverzichtbar scheint die Bahnhofsmission jedoch für Menschen, die in Armut leben: „Wir dürfen leider kein Essen ausgeben, da es hier im Bahnhof ja auch den Verkauf von Essen gibt“, sagt Rauber. Dennoch gäbe es die Möglichkeit sich hier morgens das „Not-Brot, meist ein einfaches Marmeladenbrot“ abzuholen, wenn man sich kein Frühstück leisten könne. Die Bahnhofsmission als gemeinnützige Einrichtung dürfe keine Konkurrenz für die Geschäfte am Bahnhof darstellen.

Insgesamt 30 ehrenamtliche Mitarbeiter teilen sich die Schichten, von acht Uhr morgens bis 18 Uhr abends. „Man kann bei uns anrufen oder die „mobisaar“-App nutzen, um uns Bescheid zu geben, falls man unsere Hilfe am Bahnhof benötigt,“ sagt Judith Rachel, die hiesige Bereichsleitung.

„Ich begegne hier den unterschiedlichsten Menschen. Das macht die Arbeit hier sehr interessant“, so Herbert Rauber. „Neulich habe ich mitbekommen, wie einer der Stammgäste erzählt hat, dass er endlich mal in Urlaub gefahren ist – nach Ottweiler“, erinnert er sich schmunzelnd. Um weiterhin alle Menschen hier mit einer heißen Tasse Kaffee willkommen heißen zu können, braucht die Mission aber dringend Spenden. „Jeder, der Kaffee spenden will, kann einfach hier vorbei kommen“, sagen die Mitarbeiter. Wo? Auf Gleis 5 am Saarbrücker Bahnhof. Werktags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr.

Geldspenden können an das Konto: DE76 5909 2000 7171 7100 00 überwiesen werden.

www.bahnhofsmission-
saarbruecken.de
www.mobisaar.de