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Diakonie betreibt Herberge am Ludwigsplatz

Diakonie Saarland : Diakonie betreibt jetzt die „Herberge zur Heimat“ in Saarbrücken

Die Diakonie Saar hat zum 1. Januar dieses Jahres den Betrieb der „Herberge zur Heimat“ am Saarbrücker Ludwigsplatz übernommen. Bis Ende 2019 lag die Betriebsträgerschaft bei der Stiftung „Herberge zur Heimat“.

Diese hatte die Einrichtung für wohnungslose Männer bereits seit 1881 getragen.

„Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass wir die Aufgaben nicht mehr bewältigen können“, sagte der Vorstand der Stiftung, Georg Diening. Seit 2017 habe man daher das Ziel verfolgt, der Diakonie den Betrieb zu übertragen und sei froh, die Einrichtung in professionelle Hände geben zu können.

Bereits vor der endgültigen Übernahme zu Beginn des Jahres hatte die Diakonie die Stiftung unterstützt. Das Gebäude verbleibt im Besitz der Stiftung, die den Betrieb auch weiterhin fördern wird, und die Diakonie wird künftig Mieter. Damit ergänze die Diakonie ihr Engagement in der Wohnungslosenarbeit weiter, sagte Diakonie-Pfarrer Udo Blank. Das Haus ist eine Institution der Saarbrücker Wohnungslosenhilfe und bietet obdachlosen Männern eine Unterkunft. Die Wurzeln der Herberge reichen bis ins Jahr 1870 zurück. „Die Männer dürfen bei uns erstmal zur Ruhe kommen. Wir geben ihrem Tag wieder eine Struktur“, berichtet Leiterin Ulla Frank.

Insgesamt verfügt die Herberge über 25 stationäre Plätze und verfolgt das Ziel, die Menschen auf dem Weg zurück in ein eigenständiges Leben zu begleiten. Die Kosten werden von den Sozialhilfeträgern übernommen. Neben den stationären Plätzen gibt es auch Übergangswohnungen, in denen Ex-Bewohner der Einrichtung das eigenständige Wohnen erproben können und weiterhin von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen betreut werden.