Samstag ohne Fußball : Der Fußball im Abseits

Der Zeitplan für Samstag sah so aus: vormittags ausschlafen, frühstücken, einkaufen, putzen; nachmittags vor dem Fernseher abhängen und Fußball schauen. Ab 13 Uhr 2. Liga, ab 15.30 Uhr Bundesliga-Konferenz, ab 18.30 Uhr der FC Bayern im Abendspiel bei Union Berlin.

Zwischendrin ein Auge darauf haben, was der 1. FC Saarbrücken in der Regionalliga gegen Mainz macht und was sich so in der Premier League tut.

 Dann kam das Coronavirus und wirbelte alles durcheinander. Kein Fußball in Deutschland, kein Fußball in England, nirgendwo Fußball. In unserer Verzweiflung haben wir uns die Fernbedienung geschnappt und durch die TV-Kanäle gezappt. Beim Biathlon sind wir schließlich hängengeblieben. Irgendwo im fernen Finnland sind die Skijäger durch die verschneite Landschaft gelaufen und haben auf die schwarzen Scheiben geballert. Ohne Zuschauer an der Strecke, natürlich wegen Corona. Das sah so trist aus, derart eiskalt, dass wir uns in die wärmende Decke auf der Couch verkrochen haben. Rasch sind wir eingenickt und hatten einen süßen Traum: von einem ganz normalen Samstag, an dem der Ball rollt.