Das Vorbild aus dem eigenen Verein

St. Wendel. Rhythmische Sportgymnastinnen aus 16 Turn-Talentschulen (TTS) des Deutschen Turnerbundes (DTB) zeigten am Samstag beim fünften Talentschul-Pokal in St. Wendel ihr Können. Mit 117,975 Punkten verteidigte die TTS Neulußheim ihren Titel. Die Mannschaft der TTS RSG Saarbrücken belegte mit den St

St. Wendel. Rhythmische Sportgymnastinnen aus 16 Turn-Talentschulen (TTS) des Deutschen Turnerbundes (DTB) zeigten am Samstag beim fünften Talentschul-Pokal in St. Wendel ihr Können. Mit 117,975 Punkten verteidigte die TTS Neulußheim ihren Titel. Die Mannschaft der TTS RSG Saarbrücken belegte mit den St. Wendelerinnen Nelly Nik und Karina Krutsch, sowie Eva Antonova aus Saarbrücken dahinter einen hervorragenden zweiten Platz."In den Turntalentschulen wird einheitlich gearbeitet, sie sollen die Athletinnen aufbauen, damit wir in der Spitze besser werden", erklärt Ursula Born, die Vorsitzende des Technischen Komitees in der Rhythmischen Sportgymnastik beim DTB.

Fünf Trainingseinheiten stehen für die acht- bis zehnjährigen Turnerinnen pro Woche auf dem Programm. Und das zahlte sich für das Trio der TTS RSG Saarbrücken. Im fünfteiligen Testprogramm sammelten sie 56,750 Zähler, im zweiteiligen Kürprogramm (mit und ohne Handgerät) zeigten sie mit 58,975 Punkten von allen Mannschaften die beste Leistung. Karina Krutsch erturnte mit Ball 9,775 Punkte. "Die Übung war ohne Fehler", freute sich Trainerin Karin Schalda-Junk.

Die Achtjährige vom TV St. Wendel ist seit zwei Jahren Gymnastin. Ihr großes Vorbild kommt aus den eigenen Verein: Es ist die fünffache deutsche Meisterin Laura Jung. Die freute sich über die Aussage. "So was ist natürlich schön zu hören. Es zeigt einem, dass man gut ist, mit dem was man macht", sagte die 17-Jährige aus St. Wendel. Ihre Demonstrationsvorführung war für den Nachwuchs ein absoluter Höhepunkt der Veranstaltung.

Karina Krutsch schaute bei den Übungen ihres Idols ganz genau hin. "Laura macht sehr elastische Drehungen, und sie kann die Stände gut halten", schwärmte die Achtjährige. Da die Hallenhöhe in St. Wendel nur sieben Meter beträgt, waren ihre ästhetischen Übungen mit dem Ball allerdings leider etwas eingeschränkt.

Viel hat nicht gefehlt, und Laura Jung hätte Schluss gemacht mit der Rhythmischen Sportgymnastik. Ein für alle Mal. So groß war die Enttäuschung, dass nicht sie im Januar zum Olympischen Testturnier mit der Olympiaqualifikation nach London reisen durfte, sondern ihre Trainingspartnerin Jana Berezko-Marggrander. Und das, obwohl Laura Jung bei der WM im September in Montpellier den Startplatz für Deutschland überhaupt erst erturnt hatte. Doch sie meisterte die schwierige Situation und trainierte weiter. "Man muss jeden Tag kämpfen und fleißig trainieren", gab sie deshalb auch an den Nachwuchs weiter.

Und der glänzte mit Top-Platzierungen in den Einzel-Wertungen. Karina Krutsch belegte in ihrem Jahrgang 2004 mit 38,925 Punkte Platz zwei, Nelly Nik war mit 38,425 Punkten Dritte im Jahrgang 2003), Eva Antonova (Jahrgang 2002) erreichte als Vierte 38,375 Punkte. Neben der TTS Saarbrücken war mit der RSG Rehlingen/Merzig ein zweites saarländisches Trio am Start. In der Mannschaftswertung belegten Anna Spanier, Diana März und Kathrin Bernhardt mit 75,050 Punkten den 13. Rang. Foto: B&K