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Das Land strengt erneut eine Klage gegen Gondwana-Investor Kuhl an

Kostenpflichtiger Inhalt: Streit zwischen IKS und Gondwana-Betreiber : Land klagt jetzt gegen Gondwana-Investor

Der Betreiber des Redener Gondwana-Parks ist dem Land angeblich 450 000 Euro schuldig geblieben. Die IKS hat Klage eingereicht. Es geht um Fernwärme-Kosten.

Der Dauerstreit zwischen dem Betreiber des Redener Urzeit-Erlebnisparks Matthias Michael Kuhl und dem Land geht in eine neue Gerichts-Runde. Nach SZ-Recherchen hat die Industriekultur Saar GmbH (IKS) am 30. Dezember 2019 gegen Kuhls Betreiber-Firma Gondwana Invest Klage wegen nicht gezahlter Fernwärme-Nebenkosten erhoben. Es handelt sich um eine Summe von 450 000 Euro, die Gondwana Invest dem Land schuldig geblieben ist. Dies bestätigte die IKS der SZ. Kuhl seinerseits hatte vor geraumer Zeit angekündigt, das Land wegen „arglistiger Täuschung“ verklagen zu wollen, wegen vermeintlich nicht tragfähigen Baugrundes in Reden, der nun Risse in den Hallen verursache. Wie die IKS der SZ auf Nachfrage sagte, ist bisher wegen dieser Baugrund-Mängel noch keine Klage anhängig.Allerdings habe Kuhl, so die IKS, eine Klage vor dem Landgericht Koblenz eingereicht, um eine von der IKS

in Gang gesetzte Pfändungsklage abzuwenden, Klage beim Landgericht Koblenz eingereicht. Die IKS teilte mit, man habe „auf Basis eines abstrakten Schuldanerkenntnisses von Herrn Kuhl vorbereitende Maßnahmen zur Pfändung des Geschäftskontos des Gondwana Prähistorium e.K. in Höhe der offenen Forderungen für Januar 2020 (rd. 5.200 Euro) ergriffen“. Unabhängig von diesen gerichtlichen Auseinandersetzungen werde die IKS jedoch „auch weiterhin vertragsgemäß die zum Betrieb des Gondwana Prähistoriums erforderliche Fernwärme, die die IKS in einem Heizwerk am Standort erzeugt und für deren Erzeugung der IKS Kosten entstehen“, liefern.