CSD in Saarbrücken: Parade zieht durch die Innenstadt

Schwule, Lesben, Trans : Der CSD in Saarbrücken feiert sich mit einer Riesenparade

An die 50 000 Menschen verfolgten am Pfingstsonntag den Höhepunkt des Schwulen- und Lesbenfestes in der Landeshauptstadt. Immer wieder kam der Umzug ins Stocken.

Es war wie erwartet farbenfroh, laut und unterhaltsam – die Parade zum Christopher-Street-Day (CSD) am Pfingstsonntag (9. Juni) war Höhepunkt einer dreitägigen Feier und fand tausende Zuschauer. Polizei Einsatzleiter Bertram Stoll schätzte 50 000 an der Strecke bei 1500 Zugteilnehmern.

Nach dem Start an der Kongresshalle ging es durch die Bahnhofstraße, dann am Staatstheater vorbei zur Festmeile in der Mainzer Straße. „Früher ging es über den St.Johanner Markt, aber das geht bei diesem hohen Zuschauerzuspruch nicht mehr gefahrlos", sagt Stoll. Und auch in der Bahnhofstraße blieb der Umzug hängen, die großen zu Tanzflächen mit Disco umfunktionierten Lastwagen kamen nur mit Mühe durch die Menge. Außerdem wollten so viele Menschen Selfies mit den Drag Queens machen, dass es immer wieder stockte.

Der Stimmung schadete das gar nicht. Der Umzug dauerte nur ein wenig länger. Eröffnet wurde der CSD bereits am Freitagabend mit der Kirmesdisco am St. Johanner Markt. Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle stehen im Mittelpunkt des CSD und wollen für Gleichberechtigung werben. Das Motto: „Unsere Alternative: Liebe“.

Zur Parade trafen sich hunderte Menschen an der Kongresshalle, der schillernde Umzug führte danach wie eine Love-Parade durch die Innenstadt zur Mainzer Straße, wo der CSD als Straßenfest endete. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen ging es dabei immer wieder auch um ernste Themen.

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