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Coronavirus im Saarland: Beschäftigte der Uniklinik Homburg verlangen Corona-Zulage

Brief an Ministerpräsident Tobias Hans : Beschäftigte der Uniklinik Homburg verlangen Corona-Zulage

In der Petition, die an den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) gerichtet ist, fordern die Beschäftigten unter anderem eine Corona-Zulage von 50 Euro pro Schicht. Man fühle sich bei der Arbeit außerdem „nicht angemessen geschützt“.

Unterschrieben ist die Petition von 506 Beschäftigten des Uniklinikums (UKS). Neben einer „Gefahrenzulage von 50 € pro Schicht für alle Beschäftigten“ fordern sie „die sofortige Absage“ aller nicht notwendigen Eingriffe sowie „die Bereitstellung von ausreichend Schutzausrüstung“. Besonders FFP2 und FFP3 Atemschutzmasken seien dringend benötigt. Im aktuellen Zustand laufe man Gefahr, Hygienestandards zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus zu unterlaufen.

Darüber hinaus kritisiert Verdi-Sprecherin Sabine Stein in der Petition nicht eingehaltene Vereinbarungen der Klinikleitung. In Gesprächen Ende März habe man versichert, dass nicht lebensnotwendige Eingriffe um 50 Prozent zurückgefahren werden. Außerdem sollten ausreichend FFP-Masken zur Verfügung gestellt werden.

Die 506 Beschäftigten, die die Petition unterschrieben haben, sehen diese Punkte als nicht erfüllt an. Die Petition richtet sich an den Ministerpräsidenten Tobias Hans mit der Bitte, diese auch an das Gesundheits- und Wirtschaftsministerium in Kenntnis zu setzen. Der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKS, Dr. Wolfgang Reith, sei bereits informiert.

„Menschen, die unser Gemeinwesen in dieser Krise am Laufen halten, Herausragendes leisten und in vielen Fällen auch hohen Risiken ausgesetzt sind, haben unser aller Respekt verdient“, sagt Michael Quetting, der Pflegebeauftragte von Verdi. Klatschen alleine reiche aber nicht. Es müsse alles getan werden, um die Gesundheit der Betroffenen zu schützen.