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Corona-Lockerungen: Saarland erlaubt wieder Körperkontakt im Sport

Weitere Corona-Lockerungen ab Montag : Saarland erlaubt wieder Körperkontakt im Sport

Die Landesregierung lockert die Corona-Vorschriften weiter. Davon profitieren neben Sportlern auch Gastronomen, Einzelhändler und Chorsänger.

Die saarländische Landesregierung erlaubt ab Montag wieder Kontaktsport mit bis zu zehn Personen. Abstandsregeln müssen dabei nicht eingehalten werden. Das geht aus einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums zur neuen Corona-Verordnung hervor. Somit ist etwa Fußballtraining wieder mit Zweikämpfen möglich. Chorproben dürfen unter Hygieneauflagen ebenfalls wieder stattfinden.

Gelockert wird auch die sogenannte „Quadratmeter-Regel“ für Geschäfte und andere Einrichtungen: Ab Montag ist eine Person pro fünf Quadratmeter gestattet – statt wie bisher pro zehn Quadratmeter. Vier Personen dürfen unter Einhaltung des Mindestabstands unabhängig von der Gesamtfläche anwesend sein. Für Gaststätten, Restaurants, Hotels und Campingplätze entfällt die „Quadratmeter-Regel“. Shishabars dürfen mit Beginn der kommenden Woche öffnen. Das Land erlaubt zudem Veranstaltungen mit bis zu 350 Personen unter freiem Himmel und 150 in geschlossenen Räumen.  Bisher galt: 100 beziehungsweise 50 Personen. Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen müssen bei der Polizei angemeldet werden.

Das Ministerium begründete die Lockerungen mit den konstant niedrigen Infektionszahlen. Auch am Freitag gab es im Saarland nur eine Neuinfektion. Dennoch warnten Ministerin Monika Bachmann und Staatssekretär Stephan Kolling (beide CDU) vor Leichtsinn: „Trotz der weiteren Lockerungen, die wir nun vornehmen, müssen wir alle weiterhin verantwortungsbewusst und bedacht handeln.“

Das Land reagiert auch auf die Corona-Ausbrüche beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfallen. Diese hatten für einen sprunghaften Anstieg der Fallzahlen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gesorgt. Ab Montag dürfen Personen aus einem Landkreis mit mehr als 50 Infizierten pro 100 000 Einwohner nicht im Saarland beherbergt werden.