Kulturtipp Poesie im Zirkus der Frauen

Sie balancieren Bälle auf ihren Füßen, winden sich an Seilen oder ziehen Grimassen, bis den Zuschauern die Lachmuskeln wehtun. Und es sind wirklich „Sies“. Beim Cirque Bouffon sind nämlich fast ausschließlich Frauen in der Manege, sogar einer der wunderbaren Clowns ist eine Frau.

Cirque Bouffon, der Zirkus der Frauen
Foto: SZ/Robby Lorenz

Und was für eine Clownin das ist: Olivia Weinstein ist kreisch-laut und lustig und rührend zugleich. Eine herrliche Mischung.

Wenn Sie die französischen Theaterzirkusse beim Festival Perspectives lieben, werden Sie auch den Cirque Bouffon mögen. Noch bis zum 6. Oktober hat der wunderbar poetische, musikalische Zirkus sein weißes Zelt auf dem Tbiliser Platz vor dem Staatstheater aufgebaut und lädt zu seinem aktuellen Programm „La Folia“.

Sollten Sie es bisher verpasst haben, nutzen Sie die Chance bis Sonntag. Allein die Musik, mit der das vielseitig begabte Ensemble jede Vorstellung zum Erlebnis macht, würde den Besuch lohnen. Der Cirque Bouffon ist ein Gesamtkunstwerk, romantisch und anregend. Ein Besuch dort fühlt sich ein bisschen so an, als wäre man bei einer reizenden Zirkus-Großfamilie zu Gast.

Auf der Tafel der „Bouffon-Bar“ am Eingang steht der Satz: „Heute ist ein guter Tag, um einen guten Tag zu haben.“ Vielleicht ist Ihr guter Tag ja heute?

Vorstellungen sind von Mittwoch bis Freitag jeweils um 19.30 Uhr, am Samstag um 14.30 und 19.30 Uhr und am Sonntag um 14.30 und 17.30 Uhr.

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