Neue Saarbrücker Großpfarrei : Noch keine Entscheidung zur Herz-Jesu-Kirche

Das Kloster in Burbach ist aufgelöst. Was aus der Kirche wird, soll die neue Großpfarrei ab kommendem Jahr klären.

Ein Jahr ist es her, seit Pfarrer Johannes Kreier erklärt hat, dass ihn seine Kräfte verlassen haben. Dass die beiden Schwestern, die damals noch im Kloster am Rande der Stadt lebten, in einem Alter sind, das die Arbeit an einem solchen Ort schwierig mache. Und dass das Burbacher Kloster, das den Anspruch hatte ein „geistliches Zentrum“ in der Landeshauptstadt zu sein, deshalb geschlossen werde.

14 Jahre zuvor hatten Kreier und die aus Österreich kommenden Ordensschwestern ein neues Konzept für die 1913 geweihte Burbacher Herz-Jesu-Kirche und das Pfarrhaus präsentiert: Das „Kloster am Rande der Stadt“ wolle zwar kein Bildungshaus sein, „aber Menschen, die einen Ort zur Vertiefung ihres Glaubens oder eine Neuorientierung in ihrem Leben suchen, können für einige Tage, Wochen oder Monate das Leben mit uns teilen“.

Das Projekt ist beendet. Was aus der Kirche und dem Pfarrhaus wird, ist nach Angaben der bischöflichen Pressestelle Trier noch offen. Die katholische Kirchengemeinde St. Eligius sei Eigentümerin des Grundstücks mit der Herz-Jesu-Kirche, dem Pfarrheim, dem ehemaligem Kindergartengebäude und dem ehemaliges Pfarrhaus. „Zwischen der Kirchengemeinde und dem Bistum Trier bestand seit 2005 ein Nutzungsvertrag für das Kirchengebäude“, erklärt Inge Hülpes von der Pressestelle. Der Vertrag endet zum 31. Dezember.

Für das ehemalige Pfarrhaus wurde seinerzeit für die Errichtung des Klosters zwischen Pfarrei und Bistum ein Erbbaurechtsvertrag geschlossen. Das Bistum hat das Haus renoviert und die Räumlichkeiten den Schwestern zur Verfügung gestellt. Ein Teil der Räume werde ab Oktober vermietet. Wie das Grundstück mit der Kirche künftig genutzt wird, obliege der Entscheidung der neuen „Pfarrei der Zukunft Saarbrücken“, die am 1. Januar 2020 errichtet wird. Konkrete Pläne hierzu liegen noch nicht vor, sagt das Bistum.

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