Mister Präsident sagt nichts

Der Mann hat gerade viel um die Ohren. Klar, er steckt mitten in der Fünften Jahreszeit. Und er hat viel zu besprechen in diesen Tagen zwischen Fettem Donnerstag und Aschermittwoch. Deshalb haben wir ihn gebeten, uns zwischen zwei Terminen vier Fragen zur Saarbrigger Faasend nur mit Mimik und Gestik zu beantworten. Josef Weiß hat sich dazu Verstärkung geholt: die Gardemädchen Lara Wolter und Kim Lea Johannes.

„Wie hält man es durch, vom Fetten Donnerstag bis Fastnachtsdienstag im Dauertrubel zu sein?“.
„Wie geht es Ihnen, wenn Sie an Aschermittwoch denken?“.
„Was ist das Wichtigste an der Fastnacht?“ Fotos: Becker&Bredel.

In der Burbacher Karnevalsgesellschaft "Mir sin do" spielt Josef Weiß schon lange eine große Rolle. Die laufende Session 2014/2015 ist allerdings für ihn eine ganz besondere - es ist seine erste als Präsident. Das Amt hat er im vergangenen Jahr von Peter Lang übernommen. Aber auch für ihn ist diese Session eine besondere, es ist seine erste als Ehrenpräsident der "Mir sin do". Wobei Lang auch noch die besondere Ehre hat, der erste Ehrenpräsident der 1980 gegründeten Gesellschaft überhaupt zu sein.

Eine ganz besondere Rolle spielt die traditionsreiche Burbacher Karnevalsgesellschaft innerhalb der saarländischen Fastnacht, weil sie den größten Rosenmontagsumzug des Landes organisiert - in Konkurrenz zum zweitgrößten in Neunkirchen.

Seit 1967 wird der Umzug von der "Mir sin do" gemanagt. Bis zu 200 000 Besucher säumen die Wegstrecke und sorgen für ausgelassene Stimmung. Etwa 100 Fußgruppen, Wagen, Kapellen, Majoretts und andere Aktive aus dem Saarland, aus Luxemburg, Frankreich und sogar der Schweiz sind auf der 6,5 Kilometer langen Zugstrecke vom Dammtor in Luisenthal bis zum Burbacher Stern unterwegs.

Die "Mir sin do" macht sich in der Gemeinde der Faasebooze allerdings nicht nur durch die Organisation des Rosenmontagsumzugs verdient. Mit dem Ehrenring der "Mir sin do" wird auch in jedem Jahr eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die sich um den "Saarbrücker Karneval und unser Brauchtum" verdient gemacht hat.

Der Ehrenring wird in Gold gearbeitet und trägt auf einer schwarzen Onyxplatte das Wappen der "Mir sin do".

Gestiftet wird der Ehrenring vom Elferrat der "Mir sin do".