„Mir sin do“-Garde begeistert Kölner Narren

Die Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ feierte mit 1200 Jecken im Kölner Hotel Pullmann die „Miljö-Sitzung“. Zu den Attraktionen gehörte ein Auftritt der Aktivengarde der Burbacher „Mir sin do“.

Als die Höhner, gestandene Karnevalsprofis, bei der Miljö-Sitzung im großen und ausverkauften Saal des Kölner Hotels Pullmann die 1200 Jecken rundweg begeisterten, da schlotterten 15 jungen Burbacherinnen hinter der Bühne die hübschen Knie.

Schließlich sollten die jungen Damen der Burbacher Karnevalsgesellschaft "Mir sin do" im Anschluss an die bestens bekannten Stimmungsmacher ihren Gardetanz aufführen. Tänzerin Sandra Weber erinnert sich an diesen Moment am vergangenen Sonntag: "Ja, da haben unsere Herzen wie wild geschlagen."

Minuten später dann Ansage, Einmarschmusik und im Gleichschritt mit strahlendem Lächeln auf die Bühne. In Grundaufstellung dann die Auftrittsmusik erwarten und loslegen - als erste saarländische Aktivengarde auf einer Bühne in der Karnevalshochburg Köln. Mit insgesamt 27 Personen ist die MSD mit dem Bus Sonntagfrüh nach Köln gereist. Zum Gegenbesuch zu den Kammerkätzchen und Kammerdienern, wie sich die Garde der Kölner Karnevalsgesellschaft "Schnüsse Tring" nennt. Die Vereine verbindet eine karnevalistische Städtepartnerschaft, die der inzwischen verstorbene Johannes Holzapfel als Senator beider Karnevalsgesellschaften initiiert hatte. Die Partnerschaft soll vor allem bei den Garden gepflegt werden. Im Sommer hatten die Kölner beim Burbacher Dorfspektakel begeistert (wir berichteten). Neben der MSD-Delegation sind auch noch andere Vertreter von Saarbrücker Karnevalsvereinen zur Miljö-Sitzung in die Rhein-Metropole gereist. Vor der Sitzung blieb noch Zeit, sich mit dem "Schnüsse Tring"-Tanzgruppenleiter Axel Busse und einer Delegation der befreundeten Tanzgruppe den Dom anzuschauen und ein paar gemeinsame Hebe-Figuren auf der Domplatte zu zeigen. Dann ab zur Sitzung in den Saal, der während des kölschen Fasteloowends ganz offiziell als Residenz des kölschen Dreigestirns gilt. Und mit jedem Star, der dort auftritt, steigt der Puls der Burbacherinnen. Guido Kanz, die Räuber, die Köllner, das weit bekannte Dreigestirn selber und die genannten Höhner, später sollten auch noch die Bläck Föös kommen. Doch unter Druck zeigt die Burbacher Aktivengarde Stärke. MSD-Präsident Josef Weiß findet nur noch Superlative für seine Mädchen: "Der bis dato beste Tanz, den ich von ihnen gesehen habe, bombastisch, so gut waren sie noch nie." Auch das Publikum ist mitgerissen, applaudiert lautstark und anhaltend. Ein Zuschauer wird später sogar noch 100 Euro in die Gardekasse spenden. Tänzerin Weber findet eine Erklärung für die Begeisterung: "Dort gibt es fast nur gemischte Garden, die mit vielen Hebefiguren und sogar Würfen arbeiten - den klassischen Marschtanz einer Mädchengarde gibt es dort eigentlich nicht." Beeindruckt war die stellvertretende MSD-Orga-Leiterin auch vom Medieninteresse: "So oft wurden wir wohl noch nie zum Foto gebeten wie an diesem Abend." Karten für die MSD-Sitzung am Samstag, 31. Januar, bei Schuhmacher Heinz Jager, Burbacher Markt.