Mehr als 400 Gäste kamen zur Feier der Notschlafstelle

Weil jedes Jahr mehr bedürftige Menschen hinzukamen, hat die Arbeiterwohlfahrt (Awo) ihre Weihnachtsfeier für obdachlose Frauen und Männer von der Notschlafstelle in der Malstatter Brückenstraße ins Burbacher Bürgerhaus verlegt.Diesmal waren es über 400 Gäste, die sich von der weihnachtlichen Stimmung anstecken ließen und feierten.

"Das ist eine Entwicklung, die uns nachdenklich machen muss: Die Armen werden immer mehr und die Reichen immer reicher", stellte der Awo-Ehrenvorsitzende Paul Quirin bei der Begrüßung fest. Händeschütteln und ein freundliches "Na, wie geht's" gab es gleich am Eingang, wo Thorsten Lillig und Lisa Rivinius die Gäste begrüßten.

Thorsten Lillig ist Mitarbeiter der Notschlafstelle und Fahrer des SOS-Busses (Suppe, Obdach, Solidarität), der obdachlose Menschen auf der Straße betreut. Lisa Rivinius ist Mitarbeiterin bei der sozialen Betreuung der Awo. Sie kennen fast alle, die da kommen. Und viele kennen sich auch untereinander oder schlossen Bekanntschaft. Für gute Stimmung sorgte der Shantychor "Bisttalmöven" mit seinen Liedern.

Warum Hundebesitzer keine Süßigkeiten an den Christbaum hängen sollten, war in der Weihnachtsgeschichte zu hören, die Roland Märker vorlas.

Als nach dem Essen dann der Nikolaus auftauchte, gab es gerade bei den Jüngsten kein Halten mehr. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo freut sich jedes Jahr darauf, in das rot-weiße Kostüm zu schlüpfen, schreibt die Arbeiterwohlfahrt in einer Pressemitteilung.