Letzte Ruhe im Erinnerungsgarten

Wenn sich Hinterbliebene nicht um die letzte Ruhestätte ihrer Verwandten kümmern wollen oder können, haben sie die Möglichkeit, die Urne in einem Memoriam-Garten beisetzen zu lassen. Diese „Ruhegemeinschaften“ werden von Gärtnern gepflegt, bis die Nutzungsfrist abgelaufen ist.

Einen letzten Ort zu haben, an dem der, der gegangen ist, in Frieden ruhen und an dem die, die geblieben sind, trauern können - das ist für viele Menschen auch eine Frage des Geldes. "Die Verarmung der Älteren, die sich für die günstigere Einäscherung entscheiden müssen, die Vereinsamung, weil die Kinder nicht mehr im selben Bundesland leben, die Angst: Wer wird sich um mein Grab kümmern, das führt schließlich zu den verschiedensten Erscheinungsformen an Grabstätten." So hat es Uwe Kunzler, der Werkleiter des städtischen Friedhofs- und Bestattungsbetriebs, erklärt, als er vor knapp fünf Jahren den Memoriam-Garten in Dudweiler eingeweiht hat.

Würdige Orte "für Trauerbewältigung" zu schaffen - auch das, so sieht es Kunzler, gehört zu den Aufgaben eines städtischen Friedhofbetriebs. Deshalb, so informierte der Friedhofsbetrieb in den vergangenen Tagen den Stadtrat, ist nicht nur in Dudweiler "ein zweiter Bauabschnitt in Planung". Auch auf dem Burbacher Waldfriedhof soll es eine "gärtnerbetreute Grabanlage geben".

Wer sich für ein Grab in einem der Saarbrücker Memoriam-Gärten entscheidet, bezahlt einmalig eine Summe für Bestattung, Stein und 20 Jahre Pflege. In Burbach werden nun 54 Urnengräber und sechs Gräber für Körperbestattungen in einem Memoriam-Garten angeboten.

Informationen: Tel. (06 81) 9 54 50 41 und Tel. (06 81) 68 49 13.

saarbruecker-friedhoefe.de