Kostenpflichtiger Inhalt: Stadtentwicklung : Burbacher wollen Geld für ihren Stadtteil

Stadtteilkonferenz am 11. März, 18.30 Uhr, im Bürgerhaus soll klären, was in den kommenden Jahren passiert im Saarbrücker Westen.

Die Sache mit den 880 000 Euro hätten Hans-Jürgen Altes und Manfred Klasen dann doch bald mal geklärt. Das Geld gehöre in den Stadtteil, sagen die beiden Männer von der Interessengemeinschaft Burbach, einem Zusammenschluss der örtlichen Vereine. Und wenn man im Saarbrücker Stadtplanungsamt darauf setze, dass die Burbacher vergessen, dass da noch Geld aussteht, dann habe man sich geschnitten.

Bei den 880 000 Euro handele sich um Geld aus dem Bundesprogramm „Stadtumbau West“, das für Projekte in Burbach zugesagt, aber nie ausgegeben worden sei. Die Stadtverwaltung habe die Burbacher, die das Geld 2016 auf einer von der Interessengemeinschaft (IG) organisierten Stadtteilkonferenz eingefordert haben, vertröstet, sagt Altes, der die IG damals schon als Vorsitzender leitete. „Keine Sorge, das Geld wird noch für Burbach ausgegeben“, habe es damals geheißen.

Am Mittwoch kommender Woche findet die nächste von der Interessengemeinschaft organisierte Stadtteilkonferenz im Burbacher Bürgerhaus statt. Dort soll es nicht nur um die knappe Million Euro gehen. Die Organisatoren wollen Vertreter der Stadtverwaltung, des Regionalverbandes und des saarländischen Verkehrsministeriums mit Fragen und Forderungen konfrontieren, die Burbacherinnen und Burbacher gemeinsam formuliert haben.

Es soll um Kitas gehen und um sozialen und altersgerechten Wohnungsbau. Um den Ausbau der Sozial- und Arbeitslosenberatung. Die Interessengemeinschaft will aber auch wissen, ob es „eine Strategie zur Vermeidung von Brennpunkten“ durch Zuwanderung gibt und ob dazu ausreichend qualifiziertes Personal da ist.

Ein Thema wird auch die Verkehrssituation im Stadtteil sein. Da geht es dann unter anderem um die Bahn-Anbindung. Der Haltepunkt Burbach Mitte muss für Fußgänger besser erreichbar sind, fordern Klasen und Altes. Und es müsse über einen Haltepunkt am Füllengarten nachgedacht werden, weil dort viele neue Wohnungen entstehen.

Um die lokale Wirtschaft anzukurbeln, bedarf es eines Leerstandsmanagements und einer „verstärkten Präsenz“ des Stadtreinigungsbetriebs ZKE. Außerdem müsse man sich darüber Gedanken machen, wie man wieder mehr „gute Gastronomie“ in den Stadtteil bekommt. Vor 30 Jahren habe es in Burbach noch 180 Gaststätten und Stehbierhallen gegeben, sagt Altes. Die Zeiten seien vorbei, aber es wäre wichtig, wenn es im Stadtteil wieder einige Gasthäuser geben würde, die auch Nebenzimmer für Versammlungen haben.

Eins der zentralen Themen auf der Stadtteilkonferenz werde aber die Gestaltung der Burbacher Saarwiesen, kündigen Altes und Klasen an. Zwischen Gersweiler Brücke und Schleuse soll ein Festplatz entstehen. Die Schleuse soll zur Anlegestelle für Fahrgastschiffe ausgebaut werden. Es soll einen Kiosk geben und einen Grillplatz.

Diese Forderung ist nicht ganz neu. Aber es sei wie mit der knappen Million, sagen Altes und Klasen: Die Forderung werde seit Jahren ignoriert. Da wolle man nun Druck machen. Der erste Schritt seien Strom und Wasseranschlüsse sowie eine Toilette auf den Saarwiesen. Und natürlich die 880 000 Euro .

Manfred Klasen Foto: Martin Rolshausen. Foto: Martin Rolshausen
Hans-Jürgen Altes Foto: Martin Rolshausen. Foto: Martin Rolshausen

Kontakt zur IG-Burbach: Hans-Jürgen Altes hat die Telefonnummer (01 77) 7 86 13 05 und ist erreichbar unter der E-Mailadresse hjaltes@web.de