Gewerkschaft und Linke wollen Arbeitslosenhilfe retten

Die Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitslosenberatung und Beschäftigung Burbach (Gabb) bereitet die Insolvenz vor. Linke und Verdi machen sich dafür stark, die Angebote zu retten. Die SPD will generell bessere Perspektiven für Langzeitarbeitslose.

Die Gewerkschaft Verdi fordert den Erhalt der Gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeitslosenberatung und Beschäftigung Burbach mbH (Gabb). Gerade in Stadtteilen mit hoher Arbeitslosigkeit könne nicht die wirtschaftliche Rentabilität das Kriterium für den Fortbestand einer seit über 20 Jahren existierenden gemeinnützigen Firma sein, die bislang oft als Aushängeschild für eine gelungene Förderung galt, erklärt die Gewerkschaft. Im Interesse der bei der Gabb beschäftigten Kollegen fordere Verdi im Bezirk Region Saar Trier daher, die sogenannte Plan-Insolvenz zurückzunehmen. Für die Saarbrücker SPD sind insgesamt Perspektiven für Langzeitarbeitslose in der Landeshauptstadt besonders wichtig. "Leider bestätigen sich nun die Warnungen auch der Oberbürgermeisterin Charlotte Britz vor dem Auslaufen der durch den Bund finanzierten Bürgerarbeit Ende 2014", erklärte Isolde Ries , Vorsitzende der SPD Saarbrücken-Stadt. Damit sei der Gabb eine wesentliche Finanzierungsquelle weggebrochen.

Ries setzt auf die Initiative der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD ), einen öffentlich geförderten dritten Arbeitsmarkt einzuführen und dafür eine Modellregion Saar zu schaffen. Projekte wie der bislang von der Gabb getragene Gebrauchtbaumarkt könnten mit diesem Ansatz dann dauerhaft gesichert werden. Das gehe aber nur mit der finanziellen Unterstützung des Bundes.

Linke: Gabb ist unverzichtbar

"Die Gabb Burbach , einschließlich ihrer Arbeitslosenberatung und dem Gebrauchtbaumarkt, ist unverzichtbar für den Stadtteil und die Region und muss gerettet werden", betont der Vorsitzende der Linke-Fraktion in der Regionalversammlung, Jürgen Trenz. Regionalverband und Jobcenter tragen nach seiner Ansicht jetzt eine zentrale Verantwortung. Alle müssten gemeinsam helfen, um die Gabb auf gesunde Füße zu stellen. Dabei werde das Jobcenter und in Verbindung damit der Regionalverband sich insbesondere auch finanziell beteiligen müssen. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo werde hier klar Stellung beziehen müssen.

Die Linke werde das Thema in die politischen Gremien einbringen und auf eine Lösung unter Beteiligung von Regionalverband und Jobcenter drängen. Das teilte die Fraktion in einer Presseerklärung mit.