Gemeinwesenarbeit stärkt Selbstvertrauen von Einwanderinnen

Gemeinwesenarbeit stärkt Selbstvertrauen von Einwanderinnen

Die Gemeinwesenarbeit Burbach unterstützt Frauen, die ihr Heimatland verlassen haben und nun in Saarbrücken leben. Sie haben teilweise Schlimmes auf der Flucht erlebt. Hier können sie diese Erlebnisse verarbeiten.

Das Selbstwertgefühl von Einwanderinnen stärken und die Deutschkenntnisse verbessern - das sind die Ziele des Projekts "Inzwischen bin ich hier" der Gemeinwesenarbeit (GWA) Burbach . Die Landesregierung unterstützt nach Angaben der GWA das Projekt. Staatssekretär Stephan Kolling vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie übergab jetzt 5800 Euro aus dem Topf von Saartoto an Vertreter des Diakonischen Werkes an der Saar und des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung.

"Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag im Bereich der seelischen Gesundheitsförderung für Menschen mit Migrationshintergrund ", sagte Kolling. Es sei richtungsweisend für andere regionale Maßnahmen im Bereich "Migration und Gesundheitsförderung ". "33 Prozent der Menschen, die in Burbach leben, haben einen Migrationshintergrund . Sie kommen aus fast 100 unterschiedlichen Nationen", erklärte Wolfgang Biehl, Mitglied der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes. "Gerade das biografische Erzählen trägt dazu bei, die eigene Vergangenheit zu verstehen, hier Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen und einen Entwurf für die Zukunft zu wagen", sagte Biehl.

Das Projekt wird an den interkulturellen Frauentreff der GWA sowie den Kultur- und Lesetreff in Burbach angedockt. Den Frauentreff, der von Emine Isgören geleitet wird, gibt es bereits seit vier Jahren. In einem "Erzählcafé" sollen sich nun junge und ältere Migrantinnen regelmäßig treffen, um Erinnerungen auszutauschen. Dabei sollen mit Unterstützung der Saarbrücker Autorin Carola Stahl, die in der Biografie-Arbeit tätig ist, sogenannte "Lebensbücher" entstehen, mit acht bis zehn Geschichten von Müttern, Großmüttern und Töchtern.