Erfinderisch : Er zaubert Saarlands erstes Maggi-Eis

Uwe Hoffmann erfindet in Burbach eine neue Sorte. Hauptzutat: 50 Prozent der Kult-Würze mit jeder Menge Geschmacksverstärker.

Es konnte ja nur eine Frage der Zeit sein, wann es endlich so weit ist: Die Saarländer haben ihr eigenes Eis. Und es ist ein würziges geworden, keine Nach-, eher eine frische Hauptspeise eben. Um die schweißtreibende Mittagspause im Sommer beispielsweise abgekühlt zu überstehen und dennoch mit dem Gefühl, etwas Herzhaftes zwischen die Zähne bekommen zu haben.

Dafür sorgt seit einigen Tagen Uwe Hoffmann. Denn er brachte das erste saarländische Maggi-Eis auf den Markt. „Wir hatten vor etwa vier Wochen die Idee“, sagt der Burbacher Geschäftsmann. Aber dann brauchte es noch seine Zeit, bis er ans Werk ging. Hochsaison bei sommerlichen Temperaturen ließ kaum Zeit fürs Experimentieren.

Dann aber ging es mit vereinten Kräften ans Werk: Mit seinen Kollegen der Eisdiele Favretti probierte er aus, schmeckte die Zutaten ab. Was dabei entstanden ist, beschreibt er so: „Ein Wassereis, lactosefrei.“ Also auch für Milchallergiker zu empfehlen. Und der Anteil der saarländischen Kult-Würze, die gar nicht im kleinsten Bundesland produziert wird? Der 54-Jährige: „Der ist ziemlich hoch, liegt bei 50 Prozent.“ Hinzukommen weitere Gewürze. Über das genaue Rezept schweigt er sich allerdings aus. „Wir servieren es mit Tomate, Salz, Pfeffer – und Liebstöckel“, auch Maggi-Kraut genannt, zählt der Geschäftsmann auf, der das 1950 eröffnete Haus seit 2005 führt.

Und wie kommt die eigenwillige Kreation bei den Kunden an? Hoffmann dazu: „Die Reaktionen reichen von bäh bis wow.“ Uneingeschränkte Begeisterung indes bei der Frankfurter Nestlé-Zentrale, dem Hersteller der flüssigen Würze.

Mit Tomate und Liebstöckel lässt sich natürlich auch ein recht leckeres Eis kreieren. Foto: BeckerBredel

„Wir finden es super, wenn Fans mit unseren Produkten kreativ werden“, sagt Maggi-Sprecher Christian Lea. „Die Saarländer tun sich hier immer wieder besonders hervor“, und das sei in der Zentrale bekannt. Sie seien an Einfallsreichtum im Würzeeinsatz einfach nicht zu schlagen. Auch wenn die Saarländer dabei nicht allein auf weiter Flur sind, gibt es ein dickes Lob von Lea: „Interessanterweise haben wir uns in Frankfurt in diesem Sommer auch an einer Eisvariante versucht. Die hat ebenfalls sehr gut geschmeckt, sah aber ehrlich gesagt bei Weitem nicht so lecker aus wie die Kreation vom Eiscafé Favretti.“ Tja, die Saarländer!