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Fastnacht
Der Fastnachtsumzug wird immer teurer

Am 12. Februar wälzt sich wieder der närrische Umzug durch Burbach, wie man es schon aus den vergangenen Jahren kennt. Trotz steigender Kosten soll die Tradition nicht sterben.
Am 12. Februar wälzt sich wieder der närrische Umzug durch Burbach, wie man es schon aus den vergangenen Jahren kennt. Trotz steigender Kosten soll die Tradition nicht sterben. FOTO: BeckerBredel
Burbach. Sicherheitsvorkehrungen und Süßigkeiten schlagen bei Burbacher Narren zu Buche. Anmeldungen sind noch möglich. Von Andreas Lang

Der Rosenmontagsumzug ist und bleibt die Krönung der närrischen Jahreszeit – und so wollen auch die Burbacher Karnevalisten der „Mir sin do“ auch auf diesen Höhepunkt nicht verzichten. Unermüdlich organisiert der Vorstand in diesen Tagen den närrischen Lindwurm, der am 12. Februar zum 48. Mal über die Bundesstaße 51 laufen wird.


Vergangene Woche beschäftigte der kommende Rosenmontagsumzug auch die Kommunalpolitik, denn der zuständige Bezirksrat West hatte dazu eine wichtige Entscheidung zu treffen. 25 200 Euro wird er zuschießen, damit der Burbacher Umzug rollen kann. Die Kosten steigen, wie MSD-Präsident Josef Weiß immer wieder betont. Konnte im Vorjahr noch am Wurfmaterial gespart werden, müssen dieses Mal wieder alle Süßigkeiten eingekauft werden. Vor Jahresfrist genügten Zukäufe, weil der 16er-Umzug ja dem Sturm zum Opfer fiel. Vor allem schlagen aber die immer weiter steigenden Kosten für die Sicherheit der Zugteilnehmer und Umzugbesucher zu Buche. Längst übersteigt der Betrag das, was ein Karnevalsverein wie die MSD übers Jahr so erwirtschaften kann.

Bezirksbürgermeister Claus Theres kann den Mehraufwand zu Gunsten von Sicherheitsmaßnahmen nachvollziehen und blickt zurück auf die furchtbaren Vorfälle um die Love-Parade in Duisburg. In deren Nachgang wurden allerorts die Sicherheitsbestimmungen für Großveranstaltungen geprüft und meist erheblich verschärft. So auch beim Burbacher Rosenmontagsumzug, wo die untere Bauaufsicht in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt die Veranstaltung genehmigen muss.

Weiter verwies Theres auf Gefahren, die der in den vergangenen Jahren aufgekeimte Terror mit sich gebracht hat. Trotzig betont er aber, dass man sich von den steigenden Sicherheitskosten nicht abhalten ließe, Traditionen aufrecht zu erhalten. Dann müsse man halt mehr zahlen: „Wenn wir deswegen einen Rosenmontagsumzug absagen würden, hätten die Terroristen eines ihrer Ziele erreicht.“

Jedenfalls soll die Teilnahme am Burbacher Rosenmontagsumzug für die Teilnehmer kostenlos bleiben, wie die MSD betont. Neben den etablierten Karnevalsvereinen, wie den Grünen Nelken, der Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf, de Kesselflickern und den Nassauern mit den größten Umzugswagen, wollen sich unter anderen die Stadtgärtnerei Völklingen und eine Gruppe um die närrischen Spaßmacher Julanda Jochnachel und Herrn Hühnerfeld am Umzug beteiligen. Dennoch ist das Teilnehmerfeld noch nicht komplett, denn zwischen dem Führungsfahrzeug und dem altehrwürdigen MSD-Schiff ist noch allerhand Platz. Anmeldungen nimmt die MSD über das Antragsformular auf ihrer Vereins-Internetseite an.