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Das Saarbrücker Maifest steht unmittelbar bevor: Mehr Platz für größeres Angebot

Das Saarbrücker Maifest steht unmittelbar bevor: Mehr Platz für größeres Angebot

Es ist wieder Maifest-Zeit im Saarbrücker Stadtteil Burbach: Am Freitag wird das Spektakel eröffnet. Wir haben die Schausteller bei den finalen Aufbauarbeiten beobachtet.

Ein ziemliches Durcheinander herrscht am Mittwochnachmittag auf dem Burbacher Festplatz, auf dem ab Freitag das Saarbrücker Maifest stattfinden soll. Die Mitarbeiter von Heino Jockers schieben die bunten Wagen bereits vom Transportwagen über eine Rampe auf die größte saarländische Auto-Scooter-Bahn. Gegenüber begutachtet Stamm-Beschicker Georg Schultz zufrieden das neue Transparent seiner Kinder-Scooter-Bahn.

Weit mehr noch haben die Mitarbeiter der Firma Klünder zu erledigen. Sie bauen die Wildwasserbahn auf, heben mit dem Kran ein Wannen-Element nach dem anderen auf seinen Platz. Und mittendrin ein Fleckchen Kirmes-Romantik: Mongolfiere heißt das romantische Fahrgeschäft von Achim Zarnikau und Frau Martina. Letztere putzt liebevoll die Gondeln . "Wir nutzen das schöne Wetter aus", sagt ihr Mann.

Er erzählt, dass er als Kind in der Nähe eines Kirmesplatzes wohnte - das prägte ihn. Er bot sich als Aushilfe an, reiste als Schüler und Abiturient Schaustellern in den Ferien nach, verdiente sich auf Volksfesten etwas dazu.
Kirmes statt Studium

 Schausteller Achim Zarnikau beim Aufbau seines Fahrgeschäftes, der Mongolfiere. Fotos: Becker & Bredel
Schausteller Achim Zarnikau beim Aufbau seines Fahrgeschäftes, der Mongolfiere. Fotos: Becker & Bredel

Die Schaustellerei war auch willkommen, um das Studium zu finanzieren. "Dann gab es ein Angebot, mal für ein Jahr mit dem Studium auszusetzen, bisher sind es 37 geworden", berichtet Zarnikau. Nachdem er einige Zeit mit einem Fahrgeschäft als Geschäftsführer unterwegs war, kam 1988 der Weg in die Selbstständigkeit mit einem Ringwurfgeschäft. Die Mongolfiere ist das zweite Fahrgeschäft des Schaustellerpaars: "Wir haben es nach unseren eigenen Vorstellungen bauen lassen", sagt Martina Zarnikau stolz. Die Vorzüge: "Ein Fahrgeschäft für die ganze Familie, es geht ganz gemütlich in die Höhe, wo sich den Fahrgästen ein schöner Anblick über den Festplatz zeigt." Der Weg hat die beiden Kirmes-Romantiker nicht von ungefähr nach Saarbrücken geführt: "Unsere Tochter Aileen macht hier eine Ausbildung, es ist also für uns eine Art Familientreffen."

Wie die Zarnikaus ist auch Andre Massel mit Feinarbeiten beschäftigt - und zwar beim Aufbau des Polypen-XXL, der Monsterkrake auf dem Festplatz. An den Beleuchtungstraversen hat er so genannte "Moving Heads" installiert. "Die muss ich noch programmieren", sagt der Jungschausteller, denn die spektakulären Leuchten sollen die Blicke aller Kirmesbesucher auf das rasante Fahrgeschäft lenken. Premiere feiert das Lauffahrgeschäft "Fun-Street" auf dem Saarbrücker Festplatz.

Etwas größer ist sie geworden, die Saarbrücker Kirmes. Platzmeister Carsten Hübsch: "Wir haben im oberen Bereich einen zweiten Eingang geöffnet und den dort entstandenen Platz genutzt." Auch den Platz zwischen den Fahrgeschäften hat er besser ausgenutzt, um mehr Beschickern Platz zu bieten: "Es ist eher so, dass jedes Jahr mehr auf den Festplatz wollen."

Am morgigen Freitag ist ab 17 Uhr die Eröffnung, Sonderpreise gibt es wie gewohnt dienstags und freitags. "Dieses Mal haben wir erstmals jeden Tag einem Motto gewidmet", sagt Schausteller Heinrich Dörks. Kommenden Montag ist zum Beispiel ein kostenloser Luftballonwettbewerb, bei dem es Freikarten zu gewinnen gibt.