14 Kameras sollen Bürgerhaus überwachen

Das Bürgerhaus in Burbach wird regelmäßig beschmiert und beschädigt. Die CDU-Fraktion im Bezirksrat West wollte von der Stadtverwaltung wissen, was sie dagegen macht. Die will Kameras einsetzen.

Weil mutmaßliche Vandalen inzwischen regelmäßig ihr Unwesen rund um das Bürgerhaus Burbach treiben, hat die CDU-Fraktion im Bezirksrat West dieses Thema bei der letzten Bezirksratssitzung des Jahres per Antrag zur Diskussion gestellt. "Quasi wöchentlich", so habe Antragsteller Jürgen Hettrich erfahren, müssen am Bürgerhaus Schäden beseitigt werden. Erwolle wissen, was dagegen getan werde. Offenbar setzt der städtische Eigenbetrieb für Gebäudemanagement (GMS) als Eigentümer auf Video-Überwachung. Wie Claus Kürsteiner vom GMS informierte, sollen zeitnah bis zu 14 Kameras installiert werden. Bei den Nachbarn oberhalb des Burbacher Marktes hätte das Wirkung gezeigt.

Christdemokrat Ulrich Schacht sorgt sich angesichts der Kameras um die Grundrechte der Bürger, die auf öffentlichen Plätzen unterwegs sind, ohne Böses im Schilde zu führen: "Glauben Sie mir, ich habe nichts zu verbergen, aber ich möchte im öffentlichen Raum, etwa am Bürgerhaus Burbach oder am Altenkessler Rathaus nicht gefilmt werden." Offenbar plant GMS dann auch, penibel auf die Problematik zu achten. Kürsteiner: "Glauben Sie mir, es wird kein Meter öffentlicher Raum überwacht." Dringe aber jemand mit sportlichen Leistungen in die nichtöffentlichen Bereiche des Bürgerhauses ein, müsse er damit rechnen, dass das auch dokumentiert werde, sagte Kürsteiner.

Ansonsten sehe er im Bezirk West keinen Vandalismusschwerpunkt, könne das aber nur aus GMS-Sicht beurteilen, antwortete Kürsteiner. Die häufigste Form des Vandalismus sei Graffiti . Leslie Lewis aus der Linken-Fraktion regte an, prominente Stellen für Graffiti von echten Künstlern gestalten zu lassen. "Das hatten wir mal im Bereich der Sporthalle Klarenthal ausprobiert, und es hat auch funktioniert."