Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:34 Uhr

Online-Umfrage
Büttenredner sollten sich viel Mühe geben

Saarbrücken/Sulzbachtal. Wer feiert Fastnacht, wer nicht? In einer nicht repräsentativen Online-Umfrage haben SZ-Leser dazu Auskunft gegeben. Von Doris Döpke

Die tollen Tage nähern sich dem Höhepunkt, Rathausstürme und Karnevals-Umzüge stehen vor der Tür. Es ist bunt, es ist munter, man hört allerorten Tusch und Täterä – aber wie viele Menschen in der Region feiern eigentlich dabei mit? Und was mögen die Leute am Karneval, was nicht?

Wir haben Leserinnen und Leser der Saarbrücker Zeitung online nach ihrer Meinung zum Thema gefragt.  332 Menschen aus Saarbrücken, Kleinblittersdorf und dem Sulzbachtal haben sich an der – nicht repräsentativen – Umfrage beteiligt.

Was gehört für die Menschen in der Region zur Fastnacht, oder was fällt ihnen dabei besonders auf? Bei dieser Frage gab es bis zu fünf Auswahl-Möglichkeiten aus einer umfangreichen Liste.

Ganz vorne landete das Verkleiden, 262 Mal genannt. Fastnachtsmusik kam mit 192 Nennungen auf Platz 2, Ausgelassenheit auf Platz 3 (174 Klicks). Witze, Tänze, „raus aus den Alltagszwängen“  nehmen die folgenden Ränge ein. Und dann, auf Platz 7, kommt  „Alkohol“ – eine Beobachtung, die mancherlei Abneigung gegen das Karneval-Feiern weckt.

Aber dazu später. Bleiben wir erst mal beim vielleicht überraschendsten Ergebnis: Fastnachts-Fans sind eine Minderheit. Wenngleich eine große. Fünf Prozent der Umfrageteilnehmer (17 Menschen) tun selbst bei Fastnachts-Veranstaltungen mit, 38 Prozent (127 Personen) sind als Zuschauer dabei – insgesamt feiern also 43 Prozent der Befragten (144) Karneval. Aber 57 Prozent (188 Leute) sind bei der Fastnacht nicht dabei.

Von den 144 Menschen, die sich zur feiernden Minderheit bekennen, wollten wir wissen, wo sie sich am liebsten in den närrischen Trubel stürzen. 37 Prozent tun’s im Saal, bei Veranstaltungen regionaler Vereine. 35 Prozent tun’s auf der Straße, etwa bei Umzügen. Mit Kappensitzungs-Übertragungen im Fernsehen halten es 23 Prozent. Und fünf Prozent der Befragten bevorzugen  Privat-Feste.

„Was mögen Sie besonders an der Fastnacht?“, lautete die nächste Frage. Angesichts der Nicht-Fastnachter-Mehrheit wundert es nicht, dass 27 Prozent der Befragten (88) ihr Häkchen bei der Antwort „nichts“ setzten. Gleich dahinter folgt „Tradition“: Die schätzen 18 Prozent der Umfrage-Teilnehmer (60 Menschen). 16 Prozent (52) gefällt die Komik, je 15 Prozent mögen Kostümierung samt zugehörigem Rollenspiel und Feier-Vergnügen. Sonst noch was? Ja: Einige Leserinnen und Leser nennen „politische Fastnacht“ und „geistreiche“  Büttenreden.

Bei der Frage „Was mögen Sie an Fastnacht nicht?“ hatten wir die Antwort offen gelassen und gebeten, je drei knappe Stichworte zu nennen. Am häufigsten, nämlich 131  Mal,  fiel dabei das Stichwort „Alkohol“.

Den mögen die Umfrage-Teilnehmer vor allem dann nicht, wenn die Trinker so exzessiv ins Glas schauen, dass sie  sich nicht mehr im Griff haben. „Fastnacht als Alibi zum Saufen“ – so hat es jemand formuliert –, verursacht  tiefen Unwillen. Auch wegen der Folgen, von „Anmache“, von „Grabschern“ oder von „Prügeleien“ ist die Rede.

Auch oft genannt: „Spaß auf Knopfdruck“, Fröhlichkeit nach Kalender lehnen viele Befragte ab. Und es gibt Kritik an der Fastnachts-Komik: Witze, die schlecht sind, „dumm“, zotig („unter der Gürtellinie“) oder einen Bart haben („immer dasselbe“), kommen miserabel an – Büttenredner sollten sich also viel Mühe geben. Die Mitfeierer dürfen sich auch gern an die Pappnase fassen: „Alle, die das ganze Jahr nicht vor die Tür kommen, denken an Fasching, sie hätten das Feiern erfunden“, hat jemand geschrieben.

Ein paar Befragte mögen das Wetter zur Fastnachtszeit nicht – aber Missfallen, „wenn es an Rosenmontag regnet“, spricht eher für ungetrübte Zuneigung zur Fastnacht. 51 Umfrage-Teilnehmer  haben Gleiches  ohne Worte ausgedrückt: Sie haben das Antwortfeld zur Frage, was sie an Fastnacht nicht mögen, einfach leer gelassen.

Wer mitmachen will beim SZ-Umfrage-Center, muss sich nur einmalig registrieren (kostenlos). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.

Verkleidung ist für die Teilnehmer unserer Online-Umfrage der wichtigste Bestandteil der Fastnacht. Und auch einer der beliebtesten.
Verkleidung ist für die Teilnehmer unserer Online-Umfrage der wichtigste Bestandteil der Fastnacht. Und auch einer der beliebtesten. FOTO: Maurizio Gambarini / picture alliance / dpa