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Fußball-Saarlandliga
Spieler fordern Unterstützung der Fans

Augen zu und durch heißt es für den SV Bübingen mit Mathias Lillig (rechts) im Saisonendspurt: Im Kampf um den Klassenverbleib gab es für ihn und seine Mannschaft im Kellerduell gegen den SV Mettlach mit Christopher Klein eine 0:4-Niederlage. Es bleiben noch sieben Spiele, um den Abstieg abzuwenden.
Augen zu und durch heißt es für den SV Bübingen mit Mathias Lillig (rechts) im Saisonendspurt: Im Kampf um den Klassenverbleib gab es für ihn und seine Mannschaft im Kellerduell gegen den SV Mettlach mit Christopher Klein eine 0:4-Niederlage. Es bleiben noch sieben Spiele, um den Abstieg abzuwenden. FOTO: Thomas Wieck
Bübingen. Der SV Bübingen verliert nach der Saison seine Mannschaft. Auch im Kampf um den Klassenverbleib hat er einen Rückschlag erlitten. Der Fußball-Saarlandligist kassierte im Kellerduell gegen den SV Mettlach eine 0:4-Heimniederlage. Von David Benedyczuk

In der vergangenen Woche hatte sich beim abstiegsbedrohten und finanziell gebeutelten Fußball-Saarlandligisten SV Bübingen ein wenig Aufbruchsstimmung breit gemacht. Den Verantwortlichen war es gelungen, Jugendspieler sowie Neuzugängen  zu verpflichten und damit ein neues Fundament zu legen. Der Saarlandliga-Kader bricht nach der Saison völlig auseinander. Doch im Heimspiel gegen den Abstiegsrivalen SV Mettlach stellte sich am vergangenen Sonntag wieder Ernüchterung ein. Es gab eine 0:4 (0:2)-Klatsche.


Eigentlich wollten die Bübinger im Saisonendspurt gerade die Heimspiele nutzen, um den Klassenverbleib zu schaffen. Doch die „Hoffnung Heimfaktor“ zerschlug sich in der Partie gegen den Tabellen-15., der zwei Zähler weniger hatte, schon in der Startphase. Die Gäste nutzten binnen Sekunden zwei Fehler der Gastgeber.  Alexander Riga und Martin Will schossen die Mettlacher nach vier Minuten mit 2:0 in Führung. Am Ende sorgte Mettlach dafür, dass der SV Bübingen auf Rang 16 abrutschte. Der drittletzte Tabellenplatz ist – trotz des Saarlandliga-Rückzugs des SC Friedrichsthal – ein möglicher Abstiegsplatz.

„Wenn du in unserer Situation nach vier Minuten mit 0:2 hinten liegst, macht es das nicht einfacher. Wir haben im Moment einfach nicht das nötige Selbstvertrauen“, sagte Bübingens Trainer Martin Peter nach der zweiten Heimniederlage der Saison. Letztmals hatte seine Mannschaft am dritten Spieltag verloren – mit 1:5 gegen den SV Hasborn. Anders als viele der etwa 200 Zuschauer hatte Peter, der nach der Saison zu seinem Heimatverein SC Halberg Brebach zurückkehren wird (wir berichteten), für den Auftritt seiner Elf auch positive Worte übrig. Er sagte:  „Nach dem 0:2 haben wir uns befreien können und in der zweiten Hälfte gut gespielt. Wir haben viel Druck gemacht, aber das Tor, das noch mehr Energie freigesetzt hätte, wollte nicht fallen.“

Den Gastgebern bot sich nach der Pause die Gelegenheit zum Anschlusstreffer: Nach knapp einer Stunde gab es Elfmeter für den SV Bübingen. Samuel Ikas, der zuletzt in vier Saarlandliga-Spielzeiten 14 von 14 Strafstößen verwandelt hatte, nahm sich der Sache an – und schoss den Ball über das Mettlacher Tor. „Der verschossene Elfmeter und das 0:3 im Gegenzug waren entscheidend“, erklärte Peter.

Bübingens Verteidiger Michael Löber sagte: „Wir haben den Start verpennt. In der jetzigen Phase, wo viele wissen, dass sie bald nicht mehr da sind, ist es für alle Beteiligten nicht leicht. Ich finde auch, dass die Unterstützung des Gesamtvereins nicht mehr so vorhanden ist.“ Der 28-Jährige nahm seine Mitspieler und sich ein Stück weit in Schutz. Löber bedauert, dass die Mannschaft beim eigenen Anhang untendurch scheint: „Es wäre für die letzten Spiele wichtig, dass wir uns als Mannschaft noch mal finden – und dazu gehören für mich auch Zuschauer und Umfeld. Keiner im Team möchte als Absteiger gehen. Gerade jetzt bräuchten wir die Unterstützung vom Spielfeldrand.“ Löber fordert alle im Verein auf, im Endspurt zusammenzurücken.



Peter hat die Hoffnung auf einen Abschied ohne Abstieg.  „Wir haben einen ganz wichtigen Schritt verpasst, aber sieben weitere Endspiele. Im Wort Abstiegskampf steckt schon drin, worauf es ankommt“, sagt er. Immerhin hat der Bübinger Trainer in Markus Fritz und Lukas Grünbeck wieder zwei Optionen mehr. Beide kamen im Kellerduell gegen den SV Mettlach, für den Will (62.) und Fabian Theobald (83.) die weiteren Treffern zum Endstand erzielten, als Einwechselspieler zum ersten Einsatz in diesem Jahr. Sie stehen so auch für das nächste Spiel am kommenden Sonntag um 15 Uhr beim Tabellenzehnten SV Elversberg II wieder bereit.

sv09buebingen.de