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Bübinger Frischemarkt bleibt offen

Bübingen. Klaus Bollig, der Bürgermeister des Stadtbezirks Halberg, ist stolz auf "unsere Gemeinschaft". Der guten parteiübergreifenden Zusammenarbeit im Bezirk sei es zu verdanken, dass die Schließung des Frischemarkts in Bübingen abgewendet werden konnte. Martin Rolshausen

Diese gute Nachricht wird Bollig an diesem Samstag ab zehn Uhr auf dem Bübinger Markt überbringen.

Jörg Hild, der den Markt seit drei Jahren betreibt, hatte angekündigt, den Laden Ende Mai zu schließen. Das Problem: Die Kühlung des Lagers ist zu laut, er könne aber selbst nicht in eine neue Kühlung investieren, sagte Hild (die SZ berichtete). Die Erbengemeinschaft, der das Gebäude seit vergangenem Jahr gehört, wollte auch nicht investieren, war aber zum Verkauf bereit. Hild selbst, der noch weitere Märkte in der Region betreibt, sah sich nicht dazu in der Lage, das Gebäude zu kaufen.

Nun sei ein Käufer gefunden. Die Firma habe am Montag einen Notartermin, teilte Bollig auf SZ-Anfrage mit. Die Firma habe zugesagt, die für die Nachbarschaft zu laute Kühlanlage zu erneuern.

Jörg Hild werde den Markt weiterbetreiben. Auch er sei bereit zu investieren, sagt Bollig. So soll der Markt unter anderem eine automatische Tür bekommen, die es Menschen mit Rollator leichter macht, ins Gebäude zu kommen.

Mit der guten Nachricht will Bollig aber auch eine Aufforderung verbinden. "Leute, kauft da ein. Stimmt mit den Füßen für den Markt ab", fordert Bollig. Denn nur, wenn auch genügend Leute den Markt nutzen, sei seine Zukunft gesichert. Wenn nämlich nicht genug Geld in die Kasse komme, helfe auch die beste parteiübergreifende Gemeinschaft nichts mehr.