Streit um Spielplatz: Bübinger fordern von der Stadtverwaltung besseren Spielplatz

Streit um Spielplatz : Bübinger fordern von der Stadtverwaltung besseren Spielplatz

Eine Bürgerinitiative kämpft für mehr Spielgeräte und mehr Sonnenschutz für die Kinder. Die Stadt signalisiert Gesprächsbereitschaft.

Im beschaulichen Bübingen ist ein Streit zwischen einer  Bürgerinitiative und der Stadtverwaltung entbrannt. Dabei geht es um den Kinderspielplatz „An der Hahnenklamm“, für den sich eine Gruppe um Katrin Krzykala engagiert. Krzykala: „Ich erhielt die Auskunft, dass dieser im Zuge der Errichtung des Neubaugebietes Am Alten Kalkwerk und der dortigen Entstehung eines neuen Spielplatzes nicht mehr betrieben werden soll.“ Der Grund hierfür seien Einsparmaßnahmen. Doch favorisieren sie und andere Bübinger den Standort Hahnenklamm und  fordern, den gefassten Beschluss zu revidieren.

Die Argumente: „Der neu errichtete Spielplatz Am Alten Kalkwerk ist im Sommer ganztägig der prallen Sonne ausgesetzt. Dies bedeutet eine Gesundheitsgefahr für unsere Kinder. Die dort gepflanzten Bäume werden Jahre brauchen, bis sie Schatten spenden.“ Weiter werde der neue Spielplatz seitens der Stadt unzureichend gepflegt. Im Sommer stehe das Gras oft einen halben Meter hoch. Dies ist angesichts der vielen Zecken in diesem Gebiet bedenklich. Auch fehle ein Zaun und der Weg um den Spielplatz sei bei Hundebesitzern sehr beliebt. Die Beschwerdeführerin: „Oft laufen auch große Hunde nicht angeleint herum, werden auf die Spielgeräte gesetzt, und Hundekot wird nicht entfernt.“ Sie hält auch die Position der  Bäume für  unglücklich: So würden sie später lediglich rund um die Bänke Schatten spenden. Der Sandkasten und die meisten Spielgeräte befinden sich dann noch immer in der prallen Sonne.

An Spielgeräte für etwas ältere Kinder wie Klettermöglichkeiten oder ein Trampolin wurde leider nicht gedacht. Anders am älteren Spielplatz An der Hahnenklamm, für den sie die entsprechenden Pluspunkte ins Feld führt. Aufgrund der genannten Aspekte bevorzugen viele Eltern in Bübingen den älteren Spielplatz. Um ihre Position zu untermauern, läuft eine Unterschriftenaktion, in der Eltern fordern, dass der bislang genutzte Spielplatz An der Hahnenklamm weiterhin von der Stadt betrieben und gepflegt wird. Und: „Wir bitten, die Sicherheit der dortigen Spielgeräte sowie den Zustand des Sandkastens zu prüfen und  zu reparieren oder zu erneuern. Wünschenswert wäre auch eine Erweiterung beider Spielplätze, um Spielgeräte, die auch die motorischen Fähigkeiten älterer Kinder fördert.“

Stadtsprecher Robert Mertes: „Unser Amt für Stadtgrün hat der Bürgerinitiative vorgeschlagen, sich vor Ort zu treffen, die Situation bei einem Rundgang zu besprechen und gemeinsam eine Lösung zu suchen. Aus Sicht der Verwaltung liegt der alte Spielplatz an der Hahnenklamm deutlich weiter von den Wohngebieten entfernt. Der Stadtrat hatte 2013 beschlossen, dass er aufgelöst wird, sobald der neue Spielplatz im Bereich Kalkwerk fertig ist. Im Zuge dieser Entscheidung des Stadtrates war die Aufgabe von zwölf Spielplätzen und zwei Bolzplätzen beschlossen worden, um den Einsparvorgaben der Kommunalaufsicht nachzukommen. In der Mitte des Baugebietes Kalkwerk ist vom Investor ein neuer Spielplatz gebaut worden. Der Bau des Spielplatzes ist mit der Stadt abgestimmt worden, da die Stadt perspektivisch den Spielplatz übernehmen wird. Bislang ist noch der Investor für ihn verantwortlich. Ihm haben wir auch die verschiedenen Mängel, was zum Beispiel die Pflege angeht, mitgeteilt und um Abhilfe gebeten. Aus Sicht unseres Amtes für Stadtgrün können auf dem Spielplatz Kalkwerk noch weitere Bäume gepflanzt werden, damit im Sommer mehr Schatten da ist. Ein Zaun ist an dem Spielplatz nicht notwendig, da er im Gegensatz zur Hahnenklamm nicht zwischen Straßen liegt. Der Spielplatz im Hahnenklamm wird weiter laufend vom Amt für Stadtgrün kontrolliert und in Schuss gehalten. Generell gilt im Stadtgebiet, dass Hunde auf allen Spielplätzen verboten sind und die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner beseitigen müssen. Hier müssen wir immer wieder an die Hundehalter appellieren, dass sie sich an die Vorschriften halten.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung