Wer hat Ruhe vor blöden Sprüchen?

An diesem Samstag um 15 Uhr steht in der Fußball-Saarlandliga das Derby SC Halberg Brebach gegen SV Auersmacher an. Beide Mannschaften befinden sich – aus unterschiedlichen Gründen – im Aufschwung.

"Gegen Auersmacher oder Bübingen zu spielen, ist für uns immer etwas anderes als gegen den Rest der Liga", sagt Jonas Wilhelmi. Mit dem SC Halberg Brebach empfängt der Mittelfeldspieler an diesem Samstag um 15 Uhr den SV Auersmacher zum Derby in der Fußball-Saarlandliga - und er brennt auf Revanche, schließlich verlor seine Mannschaft ohne ihn zum Saisonauftakt beim SVA mit 0:2. "Ich war am ersten Spieltag noch in Urlaub", sagt Wilhelmi und erklärt zur Rivalität zwischen den Vereinen: "Die meisten Spieler kennen sich seit Jahren. Man hat schon viele Duelle ausgefochten. Wenn man gewinnt, hat man ein halbes Jahr Ruhe vor blöden Sprüchen."

Seit zwei Spieltagen hat Brebach einen neuen Trainer. Eric Ternes hat das Amt vom zurückgetretenen Alexander Stamm übernommen - und eine makellose Bilanz: zwei Spiele, sechs Punkte. In der Tabelle steht der SC mit 25 Punkten auf dem sechsten Platz. "Es ist normal, dass ein neuer Trainer frischen Wind in die Mannschaft bringt. Ich glaube aber nicht, dass unsere Auftritte in den letzten beiden Spielen unbedingt etwas damit zu tun haben. Wir sind einfach als Mannschaft weiter zusammengewachsen. Jeder weiß mittlerweile, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Und wir sind jetzt ein richtig eingeschworener Haufen", sagt Wilhelmi. Wichtig sei es, der Liga in den kommenden Spielen zu vermitteln, dass ein Sieg in Brebach schwer zu bewerkstelligen ist: "Unser Stadion soll zur Festung werden. Und gerade im Derby gegen Auersmacher wollen wir unsere Heimserie ausbauen."

Nach einem holprigen Saisonverlauf hat Auersmacher an Konstanz gewonnen. Aus den vergangenen sieben Spielen holte die Mannschaft des Trainergespanns Andreas Wellner und Philipp Weyers 13 Punkte. Sie belegt mit 23 Punkten Platz neun. "Das es zu Beginn nicht ganz einfach wird, war uns allen klar. Wir mussten einige junge Spieler integrieren. Mittlerweile trägt die Arbeit unserer Trainer Früchte", ist Kapitän und Abwehrchef Phillip Hoffmann sicher. Er ergänzt: "Unsere jungen Spieler haben sich in der Hinrunde super entwickelt und einen Riesensprung nach vorne gemacht. An Oliver Bickelmann oder Felix Laufer ist das schon deutlich zu sehen." Zudem habe das verbesserte Defensiv-Verhalten der Mannschaft zu dem Aufschwung beigetragen. "In den Spielen davor haben wir eindeutig zu viele Gegentore bekommen", erklärt Hoffmann - und sagt mit Blick auf das Derby: "Um in Brebach bestehen zu können, dürfen wir uns keinen Rückschritt erlauben."

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