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SC Halberg Brebach erwartet SV Bübingen
Im Prinzip zählt im Derby nur ein Sieg

Brebachs Spielertrainer Marcel Schug (links) ist mit seiner Mannschaft nach drei Niederlagen in Serie gefordert. Er sagt vor dem Heimspiel gegen Bübingen: „Wir müssen uns selbst aus dem Loch ziehen.“
Brebachs Spielertrainer Marcel Schug (links) ist mit seiner Mannschaft nach drei Niederlagen in Serie gefordert. Er sagt vor dem Heimspiel gegen Bübingen: „Wir müssen uns selbst aus dem Loch ziehen.“ FOTO: Wieck / Thomas Wieck
Brebach. Der kriselnde Fußball-Saarlandligist SC Halberg Brebach erwartet an diesem Samstag um 15 Uhr den SV Bübingen zum Lokalduell. Von

Nach drei bitteren, weil jeweils knappen Niederlagen gerät der Fußball-Saarlandligist SC Halberg Brebach mit Blick auf den Tabellenkeller zusehends unter Zugzwang. Das sieht Spielertrainer Marcel Schug vor dem Lokalduell an diesem Samstag um 15 Uhr gegen den sich im Aufwind befindlichen SV Bübingen nicht anders. Die Bübinger zogen dank des 5:2-Sieges am vergangenen Spieltag gegen die FSG Bous an den Brebachern, die mit 0:1 bei Borussia Neunkirchen verloren, vorbei. Als Tabellenelfter liegen sie nun drei Punkte und zwei Plätze vor dem SC Halberg.


„Gegen Bübingen zählt für uns im Prinzip nur ein Sieg“, sagt Schug. Für den 32-Jährigen ist es im zweiten Jahr als SC-Spielertrainer das erste Mal, dass er drei Partien in Folge verlor. Nach einem 1:2 beim SC Friedrichsthal und der zweiten Heimniederlage der Saison mit demselben Ergebnis gegen den SV Mettlach gab es zuletzt das 0:1 in Neunkirchen. „Es lief für uns sehr bescheiden, zumindest, wenn man sich die Ergebnisse anschaut. Jetzt müssen wir einfach nach vorne schauen. Ein Derby sollte für die Spieler ein besonderer Anreiz sein. Wir sind jetzt in der Pflicht“, bekräftigt Schug.

Mit den Brüdern Kenneth und Malcolm Asante (beide am Sprunggelenk verletzt) sowie dem langzeitverletzten Mounir Berkany fehlen weiterhin drei Akteure. Dennoch gilt für Schug aus personeller Sicht: „Es hat schon schlimmer ausgesehen. Ausfälle sind definitiv keine Ausrede mehr.“ Jonas Wilhelmi ist wieder an Bord. Wobei sein Einsatz aufgrund der erst erfolgten Rückkehr ins Training eher fraglich sein dürfte.



Zum Lokalrivalen sagt Schug: „Ich schätze den Gegner generell stark ein. Bübingen ist eine seit Jahren eingespielte Mannschaft.“ Und nach einem bescheidenen Saisonstart mit nur acht Punkten aus neun Spielen ist die Elf von Trainer Martin Peter auf dem Vormarsch. Der SV Bübingen ließ dem Heimsieg gegen Aufsteiger Bous, bei dem Sinan Tomzik mit drei Treffern zum Mann des Spiels avancierte, dann im Saarlandpokal am vergangenen Mittwoch den fünften Sieg aus den letzten sechs Pflichtspielen folgen: Beim Landesligisten SF Hüttersdorf gewann der Saarlandligist mit 3:0 und zog ins Achtelfinale ein. Nils Cuccu brachte die Gäste per Doppelpack (11. und 51. Minute) auf Achtelfinal-Kurs – und legte zudem Patrick Jantzen das Tor zum Endstand auf (52.).

„Nach dem Doppelschlag direkt nach der Pause war es ein souveräner Auftritt“, sagte Peter, der mit Blick auf die Entwicklung in der Liga anfügt: „Wir haben uns ein wenig stabilisiert, nachdem in dieser ausgeglichenen Liga anfangs jeder unserer Fehler direkt bestraft wurde.“ Gerade aufgrund der Erfahrungen werde er „Brebach nicht am Tabellenstand messen. Die Brebacher haben eine sehr gute Mannschaft mit guten Einzelspielern. Ich hätte sie nicht so weit unten erwartet“. Das sagt auch sein Pendant auf Brebacher Seite. „Für uns alle ist es eine unbefriedigende Situation“, erklärt Schug: „Wir haben sicherlich auch viel Pech gehabt. Aber das kann nicht nach jeder Niederlage als Erklärung herhalten. Wir müssen uns selbst aus dem Loch rausziehen.“ Denn sonst droht in dieser engen Liga wohlmöglich schnell größeres Ungemach, wie auch Peter andeutet: „Ich will jetzt nicht sagen, dass es ab Platz vier gegen den Abstieg geht. Aber es ist ein sehr schmaler Grat.“