Im Osten der Stadt wird viel gebaut

Bezirksbürgermeister Daniel Bollig sagt der SZ, was 2017 im Saarbrücker Osten ansteht. Damit die Stadt in Eschringen, Fechingen und Brebach bauen kann, sind erst mal ihre Planer gefordert. Und dann muss das Geld dafür her.

Das Eschringer Dorfleben spielt sich vor allem in der warmen Jahreszeit auf der Festwiese mit dem dazu gehörenden Spielplatz ab. Im jungen Jahr zeichnet sich aber eine größere Baumaßnahme ab, die für den kleinen Stadtteil im Saarbrücker Osten einer Operation am offenen Herzen gleichkommt. Das kündigte Bezirksbürgermeister Daniel Bollig jetzt im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung an. Eigentlich hätte das zuständige Grünamt den Kinderspielplatz in diesem Jahr sanieren wollen. Der stand schon vor Jahren auf der Prioritätenliste, der bereits vom Bezirksrat bewilligte Betrag sei aber den städtischen Sparbemühungen zum Opfer gefallen, so Bollig. Jetzt stünde wieder Geld zur Verfügung, doch plane der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) den Bau eines Abwasser-Sammlers direkt unter dem Spielplatz. Und ein Großteil des Festplatzes gehöre dann zum Baustellenbereich; die entsprechenden Pläne lagen zuletzt dem Bezirksrat in seiner Sitzung vor. So fließt der Sanierungsbetrag für den Spielplatz erst einmal nach Ensheim, wo der Kinderspielplatz am Lehberg dann in der Prioritätenliste aufrückt.

Die ZKE-Arbeiten in Eschringen sollen zwei Jahre dauern, das Projekt Abwasser-Sammler Ensheim/Eschringen kostet 2,5 Millionen Euro . Weiter baut der ZKE einen Hauptsammler im Fechinger Wieschbachtal. Der aktuelle Bauabschnitt soll fünf Monate dauern und 1,1 Millionen Euro kosten. Für die Komplettrenovierung des angesprochenen Lehbergspielplatzes hat das Grünamt 15 000 Euro plus die 40 000 Euro aus der Umwidmung der Mittel für den Eschringer Spielplatz zur Verfügung. Weiter investiert das Grünamt in die Bolzplätze am Bornshübel in Bischmisheim (50 000 Euro ) und an der Güdinger Hochstraße (25 000) Euro . Auch der städtische Eigenbetrieb für Gebäudemanagement nimmt am Halberg Geld in die Hand. Größter Einzelposten ist mit 650 000 Euro die Baumaßnahme am Ensheimer Feuerwehrgerätehaus. Dort entsteht ein Anbau, weiter werden die Umkleiden modernisiert. Letzteres steht auch in Güdingen an, wo sich Feuerwehrmänner und -frauen bislang nicht getrennt voneinander umziehen können. Weiter müssen im Löschbezirk 23 die Mauern des Feuerwehrgerätehauses trockengelegt werden. Vermutlich die 170 000 Euro teure Containervariante wählt der Gebäudemanagementbetrieb (GMS) in Sachen Anbau von Umkleiden und Sanitärbereichen auf der Sportanlage, die der SV Bübingen nutzt. Am Rathaus Brebach wird zudem die Brandmelde- und die Alarmanlage modernisiert, die Sporthalle Brebach erhält einen neuen Boden und einen frischen Anstrich. Und nachdem die Probleme um die Fechinger Talbrücke fürs Erste ausgestanden sind, wird auch der geplante Verkehrskreisel an der Heringsmühle - dort treffen die Verkehrsströme Flughafenstraße/Autobahnausfahrt/Hauptdurchfahrtsstraßen durch Brebach und Fechingen aufeinander - soll endlich angegangen werden. Im Frühjahr sollen es nach Angaben der Verwaltung losgehen.