Freiwilligen Feuerwehr Brebach zeigte am Wochenende Miniaturen

Ausstellung in Brebach : Auch in Miniatur-Format im Einsatz

Modellbauer zeigten bei einer Ausstellung der Freiwilligen Feuerwehr Brebach ihre Werke.

Sie sind mit viel Liebe zum Detail gebaut, haben blinkende Lichter, bewegliche Teile und begeistern Groß und Klein: Die Modelle, die am Wochenende in Brebach zu sehen waren. Bereits Anfang des Jahrtausends habe man solch eine Ausstellung organisiert, wie Raoul Pattay erzählt. Seinerzeit war er Jugendwart, heute ist er Löschbezirksführer der Freiwilligen Feuerwehr Brebach, deren Jugendabteilung zu der Veranstaltung eingeladen hatte. Nach dem vorläufigen Aus 2008 wird die Ausstellung nun seit drei Jahren wieder regelmäßig durchgeführt – mit Erfolg.

Während die jungen Besucher im Feuerwehrgerätehaus herumtoben und sich die kleinen und großen Modelle anschauen und vorsichtig abtasten, sitzen einige Erwachsene zusammen und lassen elektronisch betriebene Fahrzeuge durch die Halle fahren. Guido Kuhn beispielsweise von der Modellbauwelt Saar hat einen kleinen Parcours mit Warnkegeln aufgebaut, um die gelbe und blaue Lkw herum gelenkt werden. Kleine aufgeschüttete Sandhaufen können von Baggern verladen werden. Auf Kuhns Sachverstand wird auch gezählt, wenn es im Laufe der zwei Tage um den Wettbewerb geht. Zu seinen Favoriten gehören zwei Wehrmänner vom Löschbezirk Bildstock. „Das kann man kaum besser machen“, lobt er deren Modelle.

Dominik Nuß und Florian Hary betreiben ihr Hobby schon seit einiger Zeit. In Brebach haben sie am Wochenende zwei spektakuläre neue Modelle dabei: Die Feuerwehrgerätehäuser von Dudweiler und Bildstock – komplett mit Gebäuden, Fuhrpark, Bäumen und Sträuchern. In Dudweiler haben sie sogar eine Sirene mit verbaut, die sie kurz aufheulen lassen. „Fahrt die Autos raus, ihr habt einen Einsatz“, sagt ein Besucher scherzhaft. Aus dem Schornstein steigt derweil Rauch auf. Alte Helme haben sie aufgeschnitten und dann ebenfalls Fahrzeugmodelle eingebaut. 293 Modelle haben sie zur Ausstellung mitgebracht, vom großen Leiterwagen bis zum Mannschaftstransportwagen. „Ein paar habe ich noch zu Hause“, sagt Dominik Nuß verschmitzt. Florian Hary fügt hinzu: „Vom 21. bis zum 23. Juni stellen wir bei der Feuerwehr in Lebach aus.“ Ihre Modelle basieren auf gekauften Modellen, die sie in wochenlanger Kleinarbeit dem Fuhrpark von Feuerwehren im Regionalverband anpassen.

Einige Meter weiter hat Dirk Schuhmacher die „hauseigene Werkstatt“ im Blick. Der Saarlouiser ist begeisterter Schrauber und „so ziemlich Ansprechpartner Nummer eins, wenn es um große Modelle geht“, wie er stolz erzählt. Er hat selbst rund 20 Modelle. Eines seiner Lieblingsstücke ist das eines Pick-ups mit Anhänger, den er aus einem alten Ölfass handgefertigt hat, manche Teile musste er schweißen. In Brebach hilft er dabei, fahruntüchtige Modelle wieder auf Vordermann zu bringen. Der Kontakt zu der Feuerwehr kam über die Facebook-Gruppe „RC Car Modellbau nur im Saarland“ zustande.

Löschbezirksführer Raoul Pattay und sein Sohn Nico präsentieren dessen Modell einer Feuerwache. Foto: Stefan Bohlander

Dort ist auch Christina Kurkowski Mitglied, die Jugendwartin der Brebacher Feuerwehr. Sie führt die Besucher herum und steht das ganze Wochenende über für alle Fragen parat. Auch sie und ihr Mann sind Modellbauer. Den Nachbau eines Unfallszenarios bei Güdingen mag sie selbst sehr gern. „Da hat man genau erkannt, wo ein bestimmtes Haus steht“, sagt sie. Zwischendurch bestaunt sie noch ein Modell von Nico Heydt, der eine Art Rennversion eines Feuerwehrautos gebaut hat. „Ein paar Stunden über mehrere Tage verteilt“ habe er daran gearbeitet. Auch der Sohn von Löschbezirksführer Raoul Pattay, Nico, ist übrigens am Start – mit einem Lego-Bausatz, der eine Feuerwache und diverse Autos zeigt.

Mehr von Saarbrücker Zeitung