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Auswilderungsaktion des NABU
Der Minister und der Uhu

Minister Jost entlässt bei einer Auswildeungsaktion mit dem NABU einen jungen Uhu in die Freiheit.
Minister Jost entlässt bei einer Auswildeungsaktion mit dem NABU einen jungen Uhu in die Freiheit. FOTO: Isabelle Ginsbach
Brebach/Fechingen. Reinhold Jost entlässt einen Jungvogel in die Freiheit. Mittlerweile hat sich der Bestand im Saarland erholt.

Bis in die achtziger Jahre war der Uhu (Bubo bubo) im Saarland als Brutvogel ausgestorben. Ursache war die intensive Verfolgung durch Kleintierhalter und Jäger. Inzwischen hat sich diese größte heimische Eulenart ihren Lebensraum wieder zurückerobert. Dass das so bleibt, dafür setzt sich unter anderem Axel Hagedorn, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Saarbrücken-Fechingen-Kleinblittersdorf ein. Gemeinsam mit Umweltminister Reinhold Jost hat er jetzt einen jungen Uhu bei Brebach-Fechingen in die Freiheit entlassen. Das Jungtier stammt von einem im Wildpark Saarbrücken lebenden Uhu-Pärchen und hat bis jetzt ein paar Wochen in Hagedorns Auswilderungsgehege verbracht.


„Wenn es schon nicht mit der Sichtung des Wolfes klappt, dann sind wir doch wenigstens beim Uhu erfolgreich gewesen“, scherzt Jost. „Der gesunde Uhu-Bestand ist eine Erfolgsstory des saarländischen Naturschutzes. Auch wenn es aufgrund des guten Brutbestandes nicht mehr unbedingt notwendig erscheint, so macht die Auswilderung von in Gehege-Haltung geborenen Jung-Uhus dennoch Sinn“, so der Minister. Zurzeit gehen die Experten von 30 Brutpaaren im Saarland aus bei nach wie vor leicht steigender Tendenz. Waren es anfangs noch unzugängliche Felsen oder Steilwände von Steinbrüchen, so stellte man inzwischen auch Bodenbruten (zum Beispiel in Windwurfflächen) und auch Baumbruten fest. Dichtezentren sind die Bereiche mit sich häufenden Felsen und Steinbrüchen, etwa entlang der mittleren Prims, wo auf 50 Quadratkilometer Fläche bis zu fünf Brutpaare vorkommen können. Bereiche völlig ohne Brutvorkommen gibt es nur in der zentralen Industrieachse sowie in strukturarmen Ackerbaugebieten.