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Brebach gewinnt Derby gegen Bübingen
„Das war wieder ein ganz komisches Spiel“

Brebachs Yannick Atzhorn (links) und Bübingens Sinan Tomzik jagen dem Ball hinterher. Atzhorn bereitete in der 84. Minute das Tor des Tages vor. Er bediente Maximilian Demmer, der zum 1:0-Endstand traf.
Brebachs Yannick Atzhorn (links) und Bübingens Sinan Tomzik jagen dem Ball hinterher. Atzhorn bereitete in der 84. Minute das Tor des Tages vor. Er bediente Maximilian Demmer, der zum 1:0-Endstand traf. FOTO: Thomas Wieck
Brebach. Fußball-Saarlandligist SC Halberg Brebach gewinnt das Derby gegen den SV Bübingen mit 1:0 und beendet seine Negativserie.

Sechs Minuten vor dem Ende vergisst Marcel Schug kurz seine Schmerzen. Der Fußball-Saarlandligist SC Halberg Brebach hat unter dem bangen Blick seines verletzten Spielertrainers jede Menge Torchancen herausgespielt – und vergeben. Deshalb steht es im Lokalduell am vergangenen Samstag gegen den SV Bübingen vor fast 400 Zuschauern 0:0. Erneut versuchen es seine Brebacher. Yannick Atzhorn ist in der 84. Minute auf der linken Seite durchgebrochen. Er flankt in die Mitte zu Maximilian Demmer, der den Ball per Kopf zum umjubelten 1:0 im Bübinger Tor unterbringt. Es ist der Siegtreffer, der für Schug und seine Mannschaft nach drei Niederlagen in Folge eine Erlösung ist.


„Das war wieder ein ganz komisches Spiel“, sagt Schug: „Die Erleichterung ist groß. In der zweiten Halbzeit haben wir uns den Erfolg verdient. Ich wurde immer nervöser, aber die Mannschaft hat immer mehr zusetzen können. Sie wurde von Minute zu Minute stärker.“ Obwohl sie ab der 22. Minute ohne ihren Spielertrainer auskommen musste. Schug hatte sich in einem Zweikampf an der Schulter verletzt und konnte nicht weitermachen. Am Abend wurde er im Krankenhaus geröntgt. Danach gab Schug leichte Entwarnung: „Nichts gebrochen. Es ist wohl nur eine schmerzhafte Bänderdehnung.“ Er wird wohl drei Wochen ausfallen.

Entwarnung gab es für Gegner Bübingen in der Partie am vergangenen Samstag nach der Pause praktisch zu keinem Zeitpunkt. „In der ersten Halbzeit hatten wir ein kleines Chancenplus, fanden auf dem für uns ungewohnten Rasen für unsere Verhältnisse gut ins Spiel. Deshalb dachte ich, dass etwas mehr drin sei. Nach der Halbzeit haben wir aber keinen Zugriff mehr bekommen“, sagte Trainer Martin Peter. Bereits nach wenigen Sekunden hätte seine Mannschaft, die zuhause auf einem Kunstrasenplatz spielt, in Rückstand geraten können. Doch der Brebacher Merouane Taghzoute legte sich den Ball frei vor Torwart Marco Curcio zu weit vor. Im Gegenzug musste auch Schlussmann Dennis Lißmann gegen Bübingens Nils Cuccu eingreifen.

„Es war von Anfang an zu sehen, was für ein wichtiges Spiel das für uns ist“, lobte Brebachs Artur Schneider. Er sah „eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir waren sofort bissig im Zweikampf. Nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit haben wir uns viele Chancen erarbeitet und müssen eigentlich früher das Tor machen“. Von den Bübingern kam mit zunehmender Spieldauer nicht mehr viel. „Das Pokalspiel am Mittwoch hat wohl doch Kraft gekostet. Unser Laufspiel war hinten raus nicht mehr so, wie es sein sollte. Ab der 80. Minute haben wir nur noch gehofft, dass 0:0 über die Zeit zu retten“, erklärte Peter, dessen Mannschaft durch den 3:0-Sieg bei Landesligist SF Hüttersdorf ins Achtelfinale des Saarlandpokal einzog.

„Jetzt haben wir im Heimspiel gegen den FV Schwalbach vielleicht die Chance, uns mit einem Sieg von unten abzusetzen. Dafür müssen wir aber wie gegen Bübingen an die Leistungsgrenze gehen“, blickte Schneider voraus auf die Partie des Tabellenzwölften Brebach am kommenden Samstag um 15.30 Uhr gegen den Vorletzten. Der SV Bübingen belegt Rang 13 und empfängt am Sonntag um 15 Uhr den Tabellenvierten TuS Herrensohr.