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Brebacher Fest
Brebacher Fest-Förderer lösen ihren Verein auf

Ein Bild vom letzten Brebacher Fest im vorigen Jahr. Wer mitfeiern wollte, hatte sich angemeldet. Das schützte die Planer vor einem Flop.
Ein Bild vom letzten Brebacher Fest im vorigen Jahr. Wer mitfeiern wollte, hatte sich angemeldet. Das schützte die Planer vor einem Flop. FOTO: Picasa
Brebach. Von Andreas Lang

Wenn in den letzten Jahren groß in Brebach gefeiert wurde, war der Förderverein Brebacher Fest der Veranstalter. Etliche Brebacher Vereine und Organisationen beteiligten sich an diesem Stadtteil-Spektakel. Auch die evangelische Kirchengemeinde machte mehrfach ihre Gemeindefeier zu einem Teil des Brebacher Festes.


Als das evangelische Gemeindezentrum jetzt 45 Jahre alt wurde, waren der Fördervereinsvorsitzende Heinz-Dieter Appel und sein Mitstreiter Stefan Ortleb Gäste. Aber mit einer traurigen Nachricht. Sie teilten mit, der Förderverein Brebacher Fest werde zum Jahresende aufgelöst. Denn den Vereinszweck, besagtes Fest, wird es nicht mehr geben. Die Begründung lautet so: „Immer höhere Auflagen, kein Rückhalt mehr bei Vereinen und Privatpersonen, starker Rückgang an Sponsorenmitteln, kein Interesse der Brebacher an diesem Fest.“

Zu Beginn waren die Bewohner noch stolz auf ihr Fest. 2001 brachte das Förderprogramm Soziale Stadt viel Elan in den Stadtteil. Nicht zuletzt dank der damaligen Stadtteilmanagerin Meike Ewers-Kreuter. Sie und viele Mitmacher stellten ein Fest der Begegnung auf die Beine, das vom Start weg viele Freunde fand. Bald wollten es die Brebacher in Eigenregie fortführen – und so war es ja auch von Beginn an geplant. Bewohner des Stadtteils gründeten im Februar 2003 den Förderverein Brebacher Fest. Ewers-Kreuter, Stadtteilbüro und Stadtverwaltung unterstützten die Privatpersonen, Mitglieder von Vereinen, Organisationen und Kirchengemeinden.



Schon 2006 zeichnete sich ab, dass es immer schwerer würde, ein so großes Ereignis zu stemmen. Vor allem, weil Sponsoren fehlten. 2008 fiel die Fete aus. 2009 folgte die Wiedergeburt in abgespeckter Form auf dem damals neuen Kirchplatz. Seitdem kehrte das Fest nur zum zehnjährigen Bestehen 2011 noch einmal in die Saarbrücker Straße zurück.

Während einst groß auf zwei Bühnen und in der Lido-Kellerdisko gefeiert wurde, reichte später eine Tafel auf dem Spielplatz an der Saarbrücker Straße. Die letzte beschauliche Feier war 2017 nur noch für angemeldete Gäste. Das Jubiläum des evangelischen Gemeindezentrums nutzten Appel und Ortleb nun, um „allen zu danken, die uns unterstützt haben, sei es finanziell, ideell oder informell“. Und „denen, die mit uns gefeiert und dem Fest sein besonderes Flair gegeben haben“.