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Stadtentwicklung
Brebacher wollen ihren Stadtteil aufwerten

Brebach. In Brebach leben Menschen aus vielen Ländern und ihre Nachkommen. Um das Zusammenleben kümmern sich die Leute von der Gemeinwesenarbeit. Und die Mieten sind vergleichsweise niedrig. Stärken wie diese waren jüngst  Thema bei der Bürgerwerkstatt im gut besuchten evangelischen Gemeindezentrum an der Scheidter Straße. Von Andreas Lang

Auch die Nähe zur Innenstadt stärkt den Stadtteil. Ebenso die Standhaftigkeit der Alteingesessenen, die über Jahrzehnte zum Beispiel erfolgreich für den Erhalt ihres Hüttenkrankenhauses gekämpft haben.


Aber auch die Schwächen kamen zur Sprache. Und noch mehr Strategien, die Schwächen in Stärken umzuwandeln. Wohnungsleerstand gibt es in Brebach zum Beispiel kaum. Aber wenn Räume zum Wohnen leerstehen, dann dort, wo es auffällt: In den Erdgeschossen nämlich, wie die Stärken-Schwächen-Analyse des für das Projekt „Soziale Stadt Brebach“ zuständigen Umweltministeriums aufdeckte.

Von Ungewissheit war die Rede, vor allem, was die Industrie im Stadtteil angeht und die Zukunft der medizinischen Versorgung – Stichwort  SHG-Klinik Halberg. Aber die Zuständigen aus Landes- und Stadtverwaltung sehen auch Gestaltungsmöglichkeiten. Ziemlich konkret sind die Pläne für das Gelände „Brebacher Ohr“, jene dem Unternehmen Saint-Gobain gehörende Industriebrache, die schon seit etwa 20 Jahren neu genutzt werden soll. Nachdem einstige Interessenten längst ihre Projekte woanders in der Stadt verwirklicht haben, halten sich die Hoffnungen, das Helmholtz-Institut ins „Ohr“ zu holen. Nach den entsprechenden Plänen des Saarbrücker Baudezernenten Heiko Lukas soll die entsprechende Fläche im kleinen Bogen des Ohrs, also nahe der Güdinger Ortsgrenze liegen.



Einen optischen Riegel zum übrigen Teil der Brache soll ein Parkhaus bilden. Und am Übergang zu den Wohnhaus-Flächen soll es ein kleines Ärztezentrum geben. Die Wohnbebauung selbst stellt Lukas sich autoarm vor, zumal ein Park sich zwischen den Wohnhäusern hindurchschlängeln soll.