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Großbrand
Brandschaden in Saarbrücken: rund eine Million Euro

Die Feuerwehr war am Freitag über Stunden wegen eines  Großbrandes im Einsatz (Symbolbild).
Die Feuerwehr war am Freitag über Stunden wegen eines Großbrandes im Einsatz (Symbolbild). FOTO: dpa / Carsten Rehder
Saarbrücken. Feuer verwüstet Teil der Cityresidenz am Bürgerpark. Brandstifter zündeten Baumaterial in der Tiefgarage an.

Der Donnerstag und der Freitag hatten es für Saarbrückens Feuerwehrleute in sich. Einer harten Tagschicht sollte eine noch arbeitsreichere Nacht folgen. Mal mussten Feuerwehrleute tagsüber ausrücken, weil Brandmelder ausgelöst hatten und zu prüfen war, weshalb.


Dann wiederum waren ihre Kraft und ihre Erfahrung gefragt als Tragehilfen bei Krankentransporten. Und schließlich ging auch noch ein Gartenhaus in Flammen auf. Mitternacht lag noch nicht lange zurück, als schon der nächste Alarmstart mit Blaulicht und Martinshorn fällig war. Gegen 0.40 Uhr mussten der Löschzug 2 der Berufsfeuerwehr in der Wache an der Weißenburger Straße sowie der Löschbezirk Gersweiler und der Feuerwehr-Führungsdienst in Gersweiler helfen. Was als Kaminbrand in der Tannenstraße gemeldet war, entpuppte sich schließlich als zeitraubender Brandeinsatz. Trenn-Elemente  in einem Fertighaus, sogenannte Ständerwände, standen in Flammen.

Dieser Einsatz war gerade beendet, da musste die Berufsfeuerwehr auch schon zu einem Brand auf einer Großbaustelle an der St. Johanner Straße in Malstatt raus.



Bereits als der erste Löschzug kurz nach halb vier an der City-Residenz eintraf, war klar, dass dieser Einsatz Zeit kosten und noch viel mehr Helfer erfordern würde. Denn über drei Etagen des entstehenden Wohngebäudes brannte es auf rund 2100 Quadratmetern lichterloh. Und das, während Licht im Rohbau war. Also hielt sich dort womöglich noch jemand auf.

Es galt, den großen Komplex so schnell und so gründlich wie möglich zu durchsuchen. Im Endeffekt waren die beiden Löschzüge der Berufsfeuerwehr Saarbrücken sowie die Löschbezirke von Malstatt, Alt-Saarbrücken, St. Johann und deren Wehrführung vor Ort. Insgesamt forderte dieser Einsatz rund 80 Feuerwehrleute. Der Brand im Gebäude war schnell gelöscht. Aufwendig gestaltete sich aber das Entrauchen und Absuchen des Gesamtobjektes – in dem dann doch niemand mehr war. Der Schaden liegt ersten Schätzungen der Polizei  zufolge bei rund einer Million Euro.

Den Ermittlungen des Dezernates für Brandermittlungen zufolge hatten ein Täter oder mehrere Brandstifter in der Tiefgarage  gelagertes Baumaterial angezündet.

 Hinweise: Zeugen, die zwischen 3.45 Uhr und 4.30 Uhr Verdächtiges beobachtet haben, sollten sich beim Kriminaldauerdienst des Landespolizeipräsidiums melden unter Telefon (06 81) 9 62 21 33.