"Bett und Sofa": Saarbrücker Cinékonzert mit sowjetischem Skandalfilm

Kino Achteinhalb : „Bett und Sofa“: Cinékonzert im Saarbrücker Kino

„Bett und Sofa“ heißt es am Wochenende im Saarbrücker Kino Achteinhalb (Nauwieser Straße 19). Innerhalb der Reihe Cinéconcert wird am Freitag,  5. Juli, und am Samstag, 6. Juli, jeweils um 20 Uhr der Stummfilm von Abram Room aus dem Jahr 1927 aufgeführt.

­Die Improvisationsklasse der Hochschule für Musik Saar von Prof. Jörg Abbing liefert ein musikalisches Live-Programm zur Filmvorführung.

Die Reihe von Stummfilm-Konzerten mit studentischer Begleitung gibt es seit einigen Jahren im Achteinhalb. Die Kombination aus teils an die hundert Jahre alten cineastischen Ausgrabungen und aktueller Musik erfreut sich großer Beliebtheit.

„Bett und Sofa“ war einer der skandalträchtigsten Filme der sowjetischen Filmgeschichte. Der Stummfilm über eine Dreiecksliebe wurde in der UdSSR als pornografisch eingestuft und verboten.

Die Diagnose der sowjetischen Behörden war falsch: In dem Film gibt es keine anstößigen Szenen. „Bett und Sofa“ ist ein interessantes Beispiel für eine frühe Form von Filmen über unkonventionelle Beziehungen. Für die 1920er Jahre war dieser Film gleichermaßen schockierend wie subtil: Die pikanten Details einer Dreiecksbeziehung sind in Allegorien voller Humor gekleidet.

Karten gibt es im Kino Achteinhalb, Tel. (06 81) 390 88 80.