1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Landeshauptstadt

Berufsfeuerwehr Saarbrücken: Britz geht gegen Rückkehr von Schun vor

Rechtsstreit geht weiter : Saarbrücker Oberbürgermeisterin geht gegen Rückkehr des Feuerwehrchefs vor

Charlotte Britz legt Rechtsmittel gegen Richterspruch ein.

Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) lässt nicht locker: Sie hat am Freitag (12. April) gegen den Eilbeschluss des saarländischen Verwaltungsgerichtes Rechtsmittel eingelegt, um die Rückkehr des abgesetzten Chefs der Berufsfeuerwehr, Josef Schun, doch noch zu verhindern. Saarlouiser Richter hatten Anfang der Woche verfügt, dass er seinen alten Posten zurückbekommen muss. Er habe zu unrecht die Stelle verloren. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien widerlegt oder gar nicht erst vor Gericht verhandelt worden.

Britz ist nach Angaben der städtischen Pressestelle der Ansicht, dass durch die richterliche Entscheidung „die dauerhafte Gewährleistung der Sicherheit in Saarbrücken und im Regionalverband in hohem Maße gefährdet“ sei. Auslöser für ihre Annahme dürften wohl die Krankschreibungen seitens Feuerwehrmitarbeitern sein, die nach Bekanntgabe des Verwaltungsgerichtsbeschlusses massenhaft im Rathaus eintrudelten. Seitdem übernimmt die Freiwillige Feuerwehr den Brandschutz in der Landeshauptstadt, weil die Berufsfeuerwehr wegen unzureichender Personalstärke nicht mehr einsatzbereit ist.

Britz: Die Landeshauptstadt habe „einen Antrag auf Aussetzung des Sofortvollzugs beim Verwaltungsgericht gestellt, um zu erreichen, dass die Rückumsetzung nicht erfolgen muss“. Schun arbeitet zurzeit als Referent im Baudezernat. Innerhalb der Berufsfeuerwehr formierte sich erheblicher Widerstand gegen seine Rückkehr an die Spitze der Truppe.