1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Landeshauptstadt

Malstatt: Beachvolleyballfeld soll für Sport werben

Malstatt : Beachvolleyballfeld soll für Sport werben

Die DJK Saarbrücken-Rastpfuhl will ihre Volleyballsparte und die Schulen in Malstatt durch ein neues Sandspielfeld stärken.

Berthold Rehne sehnt sich nach Strand. Nicht nach irgendeinem Strand. Der Strand, von dem der Vorsitzende der DJK Saarbrücken-Rastpfuhl träumt, liegt zwischen dem Rewemarkt und der Grundschule Rastpfuhl. Auf dem Sand, so wünscht es sich der Verein, soll ein Beachvolleyballfeld entstehen, eine neue Sportanlage, die ein Segen für den Verein, aber auch für die Schule sein soll.

Zwischen 10 500 und 12 750 Euro soll das Feld kosten, hat der Verein ausgerechnet. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist das Ganze „grundsätzlich denkbar“, teilte der Leiter des städtischen Sportamts, Tony Bender, dem Verein bereits mit. Allerdings habe das städtische Gebäudemanagement „Bedenken“, dass Fenster und Fassade beschädigt werden könnten.

Bender geht davon aus, dass das Spielfeld rund 16 000 bis 27 000 Euro kosten wird. Die Finanzierung sei allerdings „derzeit nicht gesichert“. Die Anlage könne frühestens über den städtischen Haushalt 2018 oder in den Folgejahren „verankert werden“. Die Entscheidung, die Beachvolleyballanlage in den Finanzplan  aufzunehmen, müsse aber der Stadtrat treffen.

Berthold Rehne und sein Team hoffen, dass die Kommunalpolitiker der Argumentation des Vereins folgen. 1957 wurde er gegründet, hat zurzeit etwa 400 Mitglieder. „Wir bieten Volleyball, Tischtennis, Gymnastik, Aerobic, Eltern-Kind-Turnen, Yoga und Zumba an“, sagt Rehne. Die größte Abteilung des Vereins ist aber die Volleyballsparte mit etwa 200 Mitgliedern und zurzeit sieben Jugend-, drei Hobby- und drei Aktiven-Mannschaften. Dass die DJK so viele Jugendmannschaften hat, liegt auch daran, dass der Verein mit Schulen zusammenarbeitet.

„Schon lange hat die Abteilung den Wunsch nach einer eigenen Beachvolleyballanlage. Zurzeit müssen Anlagen im Umkreis von Saarbrücken benutzt werden“, sagt Rehne. Und erklärt: „Seit geraumer Zeit versuchen wir die Genehmigung zu erhalten, in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Ganztagsschule Rastpfuhl solch eine Anlage zu erstellen, um den Volleyballsport im Sog der Olympischen Spiele attraktiver zu machen und Mitglieder zu werben. Leider sind wir hier an bürokratische Hindernisse gestoßen.“
Rehne kann die Zurückhaltung der Stadt nicht nachvollziehen. „Eine Beachvolleyballanlage in Malstatt würde unserem Verein und den Schülern der angrenzenden Schulen guttun“, ist er überzeugt. Die Grundschule hat sich auch bereits für ein solches Spielfeld ausgesprochen. Und: „Der Bau des Beachvolleyballfeldes auf dem Schulgelände, bietet den Schülerinnen und Schülern der Knappenrothschule und den Sportlern der Vereine viele Vorteile.“

Auch gesundheitliche Vorteile. Denn „durch das ständige Nach-oben-Springen“ werden die Gelenke der Sportlerinnen und Sportler stark belastet. Der Turnhallenboden sei für den Volleyballsport zu hart, die Belastung, gerade für die Kniegelenke, „eindeutig zu hoch“, heißt es im Konzept des Vereins. Dadurch entstehe ein hohes Verletzungsrisiko. „Durch ein Beachvolleyballfeld kann die Belastung für die Gelenke stark reduziert werden, da im Sand ein viel weicheres Aufkommen nach dem Sprung möglich ist, als auf dem festen Turnhallenboden, dadurch sinkt die Verletzungsgefahr deutlich“, argumentiert die DJK.

Außerdem biete ein Beachvolleyballfeld den Schülern und Sportlern im Sommer mehr Wahlmöglichkeiten im Sportunterricht beziehungsweise im Training. „Wenn ein Beachvolleyballfeld vorhanden ist, haben auch die Schüler und Schülerinnen noch Möglichkeiten im Beachvolleyballfeld andere Ballsportarten mit Spaß auszuüben. Zusätzlich ist es garantiert, dass der Bau einer Beachvolleyballanlage eine lohnende Investition ist, da die Anlage sehr oft genutzt werden würde“, schreibt der Verein. Mit Beachvolleyball könne man junge Leute leichter für den Sport gewinnen als als durch „das herkömmlichen Spiel in der Halle“. Beachvolleyball gewinne immer mehr an Attraktivität und habe sich „zur Trendsportart für Kinder und Jugendliche entwickelt“.

Dadurch, dass Beachvolleyball olympisch Sportart geworden ist, habe sich das Interesse noch gesteigert. Eine Schule, in der Beachvolleyball gespielt werden kann, könne dadurch ihr Image verbessern.

Des Weiteren könne man Volleyball in nahezu allen Alters- und Leistungsstufen spielen, „da der Ball weich und die Technik einfach zu erlernen ist“, argumentiert der Verein. Und: Beachvolleyball als Mannschaftssport fördere das Miteinander. Auf das ist Verein aber nun schon angewiesen, bevor der erste Ball fliegt.