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Kunst zeigt verborgene Welten
Ausstellung über „Schlafes Bruder“

Saarbrücken. Traum und Tod in der zeitgenössischen Kunst

Eine Ausstellung mit dem Titel „Schlafes Bruder – Traum und Tod in zeitgenössischer Kunst“ präsentiert das Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ der Universität des Saarlandes in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Stadtgalerie. Vom 9. März bis 28. April 2018 sind im Hauberrisser Saal des Rathauses St. Johann ausgewählte Werke zeitgenössischer Künstler zu sehen, die den verborgenen Welten von Traum und Tod ästhetisch nachspüren. Bei der Vernissage am Freitag, 9. März, um 19 Uhr führen die drei Kuratorinnen – alle Doktorandinnen des Graduiertenkollegs – in die Ausstellung ein. Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt, Charlotte Britz, hat die Schirmherrschaft übernommen. Der Eintritt ist frei.
Die Veranstalter erläutern: Traum und Tod – beide Phänomene gehören zu den Grunderfahrungen menschlichen Lebens, und doch sind weder Träume noch der Tod im Moment ihres Eintretens bewusst erfahrbar. Umso vielfältiger eröffnen sich die Möglichkeiten der ästhetischen Darstellung, und umso stärker scheinen diese Erfahrungen Kunstschaffende seit jeher zu faszinieren. Mit aktuellen Werken von Gregor Gaida, Ben Goossens, Elke Härtel, Anna Klüssendorf, Christof Mascher Simon Schubert und Martin Spengler spürt die Ausstellung „Schlafes Bruder” der Wesensverwandtschaft von Traum und Tod nach.
Die Ausstellung versammelt Werke sowohl klassischer Gattungen wie Malerei, Zeichnung oder Skulptur, aber auch Mixed Media sowie Objekt- und Textilkunst. Dabei sind schaurig schöne Ansichten von Schmetterlingen, deren unwirkliche Kombinationen einer Traumlogik folgen, ebenso zu sehen wie alptraumhafte und himmlische Jenseitsvisionen. Altmeisterliche Figurinen mit dämonischen Zügen treten neben irritierende Vogelkörper, festgehalten im Moment einer surrealen Metamorphose. Das Besondere an der Ausstellung: Drei Arbeiten, die die Künstler Anna Klüssendorf und Christof Mascher speziell für „Schlafes Bruder“ geschaffen haben, feiern in Saarbrücken Premiere.
Förderer und Sponsoren sind das DFG-Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“, die Universitätsgesellschaft der Universität des Saarlandes, das Gleichstellungsbüro, das Graduiertenprogramm der Universität des Saarlandes, die Union Stiftung, die Staatskanzlei des Saarlandes, die Villa Lessing – Liberale Stiftung Saar, der Sparkassenverband Saar und der Rotary Club Saarbrücken.
Kuratorinnen der Ausstellung sind die Doktorandinnen Agnes Karpinski, Janina Klein und Kristin Schneider, die im Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ promovieren.
Dieses untersucht, wie Träume im europäischen Kulturraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart in Kunst und Kultur dargestellt werden, beispielsweise in Romanen und Gedichten, auf der Bühne, im Film oder in Gemälden. Den Schwerpunkt der interdisziplinären Forschungsarbeit bilden die jeweiligen Wechselwirkungen zwischen Traumästhetik, Wissenspoetik, Kunst und Kultur in den unterschiedlichen europäischen Kontexten.


Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 14-18 Uhr, Samstag 12-16 Uhr, Ostern geschlossen.