Auf dem Bau gibt’s jetzt 15,20 Euro pro Stunde

Baugewerbe : 15,20 Euro gibt’s für Facharbeiter

Mehr Geld für Maurer & Co.: Die 248 Bauunternehmen im Regionalverband Saarbrücken müssen Facharbeitern nun mindestens 15,20 Euro pro Stunde zahlen. So hoch liegt ab März der Mindestlohn in der Branche.

Auch angelernte Kräfte haben damit Anspruch auf 43 Euro mehr im Monat, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die Lohnuntergrenze ist für alle Baubetriebe ein Muss. Sie beschäftigen nach Angaben der Arbeitsagentur hier 2260 Menschen.

Die IG BAU Saar-Trier spricht von einem „überfälligen Lohn-Plus“ – appelliert jedoch an Fachkräfte, eine Bezahlung nach Tarif zu fordern oder die Firma zu wechseln. „Der Mindestlohn ist gut, aber der Tariflohn ist besser. Darunter sollte kein ordentlicher Bauarbeiter arbeiten gehen“, sagt Bezirkschef Marc Steilen. Dieser liegt derzeit bei 20,63 Euro pro Stunde. „Der Boom im Baugewerbe geht weiter. Viele Firmen suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Deshalb sollten Bauarbeiter sich nicht unter Wert verkaufen – ohne sie geht es nicht“, sagt Steilen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche bundesweit Auftragseingänge von knapp 80 Milliarden Euro – der höchste Wert seit 24 Jahren, so das Statistische Bundesamt.

Im März steigt den Angaben zufolge außerdem der Mindestlohn für einfachste Hilfsarbeiten. Ungelernte bekommen jetzt mindestens 12,20 Euro in der Stunde.

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