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Anlage soll bis 2020 fertig sein
ATSV-Anlage wird für vier Millionen saniert

Nach der Sanierung soll das Sportfeld noch viel mehr Sportbegeisterte anlocken. Neben Ballsportarten können auch Wurfdisziplinnen trainiert werden.
Nach der Sanierung soll das Sportfeld noch viel mehr Sportbegeisterte anlocken. Neben Ballsportarten können auch Wurfdisziplinnen trainiert werden. FOTO: Landeshauptstadt Saarbrücken
Saarbrücken. Der Bund zahlt knapp 90 Prozent der Kosten. Das Gelände soll zu einem Treffpunkt in Alt-Saarbrücken werden.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken wird in diesem Jahr mit der Erneuerung und Weiterentwicklung der ATSV-Anlage auf dem Lulustein in Alt-Saarbrücken beginnen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am  6. Februar der Vergabe von Planungsleistungen sowie einer Zuwendungsvereinbarung mit dem ATSV Saarbrücken als Projektpartner zugestimmt, wie die Landeshauptstadt mitteilt. Als Eigentümer der zum Platz angrenzenden Halle übernimmt der Verein als Bauherr die Verantwortung.


Für das Projekt mit dem Titel „Sport hoch 3“ stellt der Bund Städtebau-Fördermittel in Höhe von 3,448 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesbauministeriums. Damit unterstützt der Bund Projekte, die stadtentwicklungspolitische Impulse setzen. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz erklärt: „Dass wir die Bundesförderung bekommen, ist ein großer Erfolg und ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung von Alt-Saarbrücken. Wir haben hier einen gesellschaftlich bunt gemischten Stadtteil, der weiter wächst – nicht zuletzt durch Neubaugebiete wie den Franzenbrunnen, Bellevue 2.0 und Im Wittum mit vielen Familien.“ Der ATSV Saarbrücken leiste mit seinen Mitgliedern hervorragende Arbeit in Alt-Saarbrücken, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen. „Mit der Weiterentwicklung der Anlage wollen wir aber auch allen attraktive Möglichkeiten zum Sporttreiben bieten, die sich bisher nicht in einem Verein organisieren wollen. Außerdem soll das Gelände ein Treffpunkt im Stadtteil werden“, teilt Britz mit.

Stephan Schaeidt, Vorsitzender des ATSV Saarbrücken, ergänzt: „Der ATSV vereint alle Gesellschaftsschichten, wir engagieren uns sozial und integrativ über den Sport hinaus. Damit ist der ATSV weit mehr als ein reiner Sportverein. Die jetzt geplante Sanierung ist nur der erste Schritt: Wir erarbeiten gerade ein Stufenkonzept zur Weiterentwicklung der ATSV-Halle als Sport- und Kulturzentrum. Aktuell ist in der ATSV-Halle nicht nur der Vereinssport beheimatet, an den Vormittagen steht sie dem Regionalverband für den Schulsport zur Verfügung.“



Die geplanten Arbeiten an der ATSV-Anlage sind in drei Module eingeteilt. Zunächst ist der Umbau des Tennenplatzes in einen Naturrasenplatz mit vier Laufbahnen und Sektoren in Kunststoff vorgesehen. Hier soll der Schwerpunkt auf Wurfdisziplinen liegen. Im zweiten Modul wird der „Mittelplatz“ umgebaut. Dort entstehen ein Multifunktionsfeld mit Kunststoffbelag, ein Beachvolleyballfeld, ein Geräteschuppen und eine Toilettenanlage. Das dritte Modul stellt die Sanierung der ATSV-Halle dar. Dazu zählen die energetische Sanierung des Dachs und der Einbau eines Treppenlifts, um einen barrierefreien Zugang zur Halle zu ermöglichen. Für diesen Abschnitt erhält der Verein Zuschüsse und ist als Bauherr verantwortlich. „Um das Risiko der zusätzlichen hohen Eigenbelastung für den Verein zu minimieren, ist geplant, die Arbeiten innerhalb der Halle noch während den Sommerferien zu realisieren. Nur so lassen sich die Einschränkungen auf den Sportbetrieb so gering wie möglich halten“, sagt Schaeidt.

Bis 2020 soll die Anlage fertig sein. Die Förderquote durch den Bund beträgt 90 Prozent. Der städtische Eigenanteil von zehn Prozent (383 111 Euro) ist im Haushalt bereitgestellt und in der Haushaltsplanung bis 2020 ausgewiesen. Das Projekt hat somit ein Gesamtvolumen von rund 3,83 Millionen Euro.

In der ATSV-Halle trainieren nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch Schüler aus dem Regionalverband.
In der ATSV-Halle trainieren nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch Schüler aus dem Regionalverband. FOTO: Landeshauptstadt Saarbrücken