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Vortrag
Astrophysiker spricht über die Entdeckung von Planeten

Die ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckten Forscher im 20. Jahrhundert.
Die ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckten Forscher im 20. Jahrhundert. FOTO: ESO (European Southern Observatory)
Saarbrücken. Der Astrophysiker Joachim Wambsganß vom Zentrum für Astronomie Heidelberg hält am Montag, 15. Oktober, einen Vortrag mit dem Titel „Auf der Suche nach der zweiten Erde“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Großen Saal des VHS-Zentrums.

Veranstalter sind das Historische Museum Saar und der Lions Club Saarbrücken-Halberg. Joachim Wambsganß wird zeigen, mit welchen Methoden die Astronomen heute nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen. Außerdem wird er der Frage nachgehen, ob eine zweite Erde existieren könnte, und was es für uns bedeuten würde, wenn wir sie finden.


Die Entdeckung des ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems vor einem Vierteljahrhundert war ein Meilenstein in der Geschichte der Astronomie. Das Historische Museum Saar will mit der Veranstaltung auch die Entwicklungen der astronomischen Forschung der letzten Jahrzehnte präsentieren.

Im Vortrag geht es zunächst um die Fragen, was denn eigentlich ein Planet ist und wann und wie unsere Planeten entdeckt wurden. Dann wird gezeigt, mit welchen Methoden die Astronomen heute nach Planeten um andere Sterne suchen und warum es so schwierig ist, Planeten außerhalb unseres Sonnensystems  zu entdecken. Zudem wird die Frage diskutiert, ob es wohl eine zweite Erde geben könnte, wie es möglich wäre, sie zu finden.



1995 wurde zum ersten Mal ein Planet um einen Nachbarstern der Sonne gefunden. Diese Entdeckung machte weltweit Schlagzeilen. Inzwischen sind fast 4000 solcher Planeten bekannt, mit teilweise ganz unerwarteten Eigenschaften: Viele der neu entdeckten Planeten haben große Massen und befinden sich sehr nahe an ihrem Mutter-Stern, entsprechend haben sie sehr kurze Umlaufszeiten und hohe Oberflächen-Temperaturen.

Der Astrophysiker Joachim Wambsganß ist Professor an der Universität Heidelberg und Direktor des Astronomischen Rechen-Instituts am Zentrum für Astronomie (ZAH). Der Wissenschaftler beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, ob es im Universum erdähnliche Planeten gibt.

Wambsganß ist Präsident der Astronomischen Gesellschaft sowie Vorsitzender des Rats deutscher Sternwarten. Im Jahre 2006 wurde der Asteroid „(19162) Wambsganss“ nach ihm benannt.

Für den Vortrag ist eine Anmeldung beim Historischen Museum Saar erforderlich – unter der Telefonnummer (06 81) 5 06 45 06 während der Öffnungszeiten des Museums oder per E-Mail an info@hismus.de. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Der Eintritt ist frei. Ort der Veranstaltung ist der Große Saal im VHS-Zentrum am Saarbrücker Schloss.

Joachim Wambsganß
Joachim Wambsganß FOTO: Prof. Dr. Joachim Wambsganß