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Angelika Lauriels neues Werk "Tote Männer essen kein Gelato"

Buchvorstellung : „Tote Männer essen kein Gelato“ – auch nicht online

Angelika Lauriels neues Buch erscheint ohne Premieren-Lesung. Aber zuhause lesen darf man ja.

Eigentlich wollte Angelika Lauriel dieser Tage ihren neuen Krimi „Tote Männer essen kein Gelato“ bei einer Premierenlesung in Heusweiler vorstellen. Doch diese wurde wegen der Corona-Krise abgesagt. „Daher habe ich nun kleine Leseproben mit meinem Handy aufgenommen und stelle sie auf meinem Youtube-Kanal ein. Aber das ist bei mir nicht so professionell wie bei anderen“, sagt Angelika Lauriel am Telefon und lacht.

Die saarländische Schriftstellerin hat bisher bereits 19 Bücher veröffentlicht, Familiengeschichten, Kinderkrimis, Krimis für Erwachsene und Liebesromane. Das neue Buch ist ein „Lucy-Schober-Krimi“. Und es ist bereits das vierte Buch um die junge Mutter und Modedesignerin, die in ihre Ermittlungen eher reinrutscht.

Auch, wenn man die früheren Bücher über Lucy Schober nicht gelesen hat, kommt man in die neue Geschichte gut rein. Da legt Angelika Lauriel viel Wert drauf. Und während die ersten Bücher meist in Saarlouis gespielt haben, wurde die Handlung diesmal nach Italien verlegt. „Ich habe in den Osterferien im letzten Jahr mit dem Krimi angefangen, als wir an der Amalfi-Küste, in Sorrento und am Vesuv in Urlaub waren. Da habe ich mir überlegt, die Handlung dorthin zu verlegen, weil ich diese Region so liebe.“

Eigentlich wollte Angelika Lauriel das Buch in Berlin und bei der Leipziger Buchmesse vorstellen. Aber Freunde aus Italien berichteten ihr schon früh, wie sich das Corona-Virus ausgebreitet und das ganze öffentliche Leben lahmgelegt hat. „Da habe ich schweren Herzens schon recht früh die Leipziger Buchmesse abgesagt, als man hier noch gar nicht damit gerechnet hat“, erklärt die Schriftstellerin.

Nun sind die auch die nächsten Termine ungewiss. „Die nächste Lesung wäre am 8. Mai in Dillingen, in der Buchhandlung Drachenwinkel. Aber ob sie stattfinden kann, ist fraglich. Und auch die wunderbaren Delia-Liebesroman-Tage in Kirchheim, Baden-Württemberg, sind abgesagt“, erzählt sie. „Wahrscheinlich finden die Lesungen nun alle erst im Herbst statt.“

Dabei hatte sich Angelika Lauriel auf die Lesungen und Messen gut vorbereitet. Da das neue Buch im Eigenverlag herausgegeben wird, hat sie alle Werbemaßnahmen selbst übernommen. „Daher habe ich verschiedene Flyer und Leseproben, die für die Messe gedacht waren, gerade in die Buchhandlung Balzert in Püttlingen gebracht.“ Wer derzeit dort online ein Buch bestellt, bekommt es mit der Leseprobe ausgeliefert.

Virtuelle Lesungen, Leseproben verteilen – wie nutzt Angelika Lauriel die Zeit der Corona-Krise noch? „Theoretisch hätte ich jetzt tatsächlich mehr Zeit zum Schreiben. Aber ich komme irgendwie nicht dazu. Mein Kopf ist derzeit zu voll“, erklärt sie. Denn die Lage wäre derzeit auch für Schriftsteller sehr schwierig. „Viele Kolleginnen haben gerade richtige Umsatzeinbrüche. Ich habe noch Glück, weil ich in Teilzeit in an den Gemeinschaftsschulen in Schwalbach und Schmelz Deutsch als Zweitsprache unterrichte. Aber die Kolleginnen, mit denen ich Kontakt habe, sehen die Situation schon sehr pessimistisch.“

Sie selbst will nun zwei Bücher, die bereits fertig waren, nochmal überarbeiten. Einen Kinderkrimi und einen Umweltkrimi, die sie dann ebenfalls selbst verlegen wird. „Und dann plane ich auch schon ein neues Lucy-Schober-Buch, den 5. Band.  Ich würde ihn dann gerne im nächsten Jahr zur Frankfurter Buchmesse präsentieren.“
www.angelikalauriel.de