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Mit Flüchtlingen reden, nicht nur über sie

Alt-Saarbrücken/Altenkessel. Rund 1600 Menschen leben auf der Folsterhöhe. Im Herbst kamen 64 syrische Flüchtlinge dazu. Wie funktioniert das Zusammenleben? Können die Neuen bleiben? Welche Hilfe brauchen sie? Darum geht bei einer Veranstaltung am Donnerstag. Martin Rolshausen

Während andernorts Menschen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen demonstrieren, gibt es in Saarbrücken Menschen, die sich um Flüchtlinge aus Syrien kümmern. In Altenkessel haben sich Bürger zum Beispiel zum "Netzwerk Ankommen in Altenkessel " zusammengeschlossen. Die Initiative dazu ging von Helmut Kohler aus. Die Gruppe betreut acht Männer aus Syrien .

Eine Willkommenskultur gibt es auch auf der Folsterhöhe. Dort engagiert sich unter anderem das Kontaktzentrum der Caritas unter der Leitung von Claudia Bickel für 64 Flüchtlinge , die im Herbst kamen. Mit Hilfe der Kirchengemeinden wurden die von der Siedlung bereitgestellten Wohnungen schnell wohnlich eingerichtet. Die Spendenbereitschaft sei enorm gewesen, sagt Bickel. Im evangelischen Gemeindezentrum wurde ein Bazar eingerichtet mit Dingen, die die Menschen für die Flüchtlinge zur Verfügung stellten. Es fanden sich auch schnell Menschen, die "Willkommenskurse" für die Flüchtlinge anboten. Darin geht es nicht nur darum, Sprachkenntnisse zu vermitteln. Es geht vor allem darum, den Alltag zu meistern. Dabei hilft den Flüchtlingen auch der Judoclub. Und die Flüchtlinge selbst, helfen auch - etwa beim Laubkehren.

Wie ist es möglich, dass es in einem Stadtviertel, in dem viele Menschen selbst nicht gerade auf Rosen gebettet sind, eine solche Hilfsbereitschaft gibt? Das ist eine der Fragen, um die es bei einem Stadtteilspaziergang mit Flüchtlingen am kommenden Donnerstag auf der Folsterhöhe geht. "Alle reden über Flüchtlinge . Wir reden mit ihnen", sagt Thomas Equit vom Dekanat Saarbrücken, der die Veranstaltung mit Claudia Bickel organisiert hat. Es soll um folgende Fragen gehen: "Wer ist das - und warum sind sie hier? Wie finden sie sich bei uns zurecht? Wer hilft bei Startschwierigkeiten? Mit welchen Problemen sind sie konfrontiert? Und welche Perspektiven haben sie für die nächsten Jahre?"

Zum Thema:

Auf einen BlickStadtteilspaziergang mit syrischen Flüchtlingen am Donnerstag, 26. März, 17 Uhr, Treffpunkt Folschder Cafétass, Hirtenwies 4. Es sind dabei: Heide ElSioufy-Bauer und Firas Haffar vom Willkommenskreis für syrische Flüchtlinge , Claudia Bickel von der Caritas-Gemeinwesenarbeit Folsterhöhe, Lothar Bock vom Judoclub Folsterhöhe, Angela DiPietrantonio vom Caritas-Migrationsdienst sowie die Flüchtlinge Adonis, Mohammad und Maher.Moderation: Martin Rolshausen, Saarbrücker Zeitung. red