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206 Starter beim Volkslauf des LC Altenkessel: Millimeter-Entscheidung beim Jubiläum

206 Starter beim Volkslauf des LC Altenkessel : Millimeter-Entscheidung beim Jubiläum

Julian Maurer hat die 25. Auflage des Volkslaufes des LC Altenkessel gewonnen. Er war eine Zehntelsekunde schneller als Markus Sokoll.

Strahlender Sonnenschein liegt über dem Saarabschnitt unterhalb von Altenkessel. Aus der Ferne ist das Führungsfahrrad beim 25. Steag-Volkslauf des LC Altenkessel gerade ins Blickfeld gerückt. Im Schlepptau hat es das Führungsduo im Zehn-Kilometer-Hauptlauf, das sich auf dem Leinpfad die letzten Meter zum Ziel bahnt. Kurz darauf gehen Julian Maurer aus Landsweiler und der für den TV Ottweiler startende Marco Sokoll Seite an Seite über die Linie. Wer gewonnen hat? Da sind sich die Protagonisten selbst nicht so sicher. „Ich glaube, du warst einen Schritt vorne“, ruft Sokoll seinem Begleiter zu. Und tatsächlich war Maurer um die Winzigkeit von einer Zehntelsekunde schneller, was ihm fast peinlich ist. „Bei mir ging es im Endspurt nur darum, eine 35 vorne stehen zu haben. Ich wollte ihm eigentlich den Vortritt lassen, weil er die ganze Zeit die Führungsarbeit geleistet hat“, sagt der 26-jährige Informatikstudent.

Auf der Uhr an Maurers Handgelenk prangt zwar 36:02. Doch am Ende hat er sein Ziel, unter 36 Minuten zu bleiben, erreicht. Er benötigte für die zehn Kilometer 35:59,9 Minuten. Persönliche Ziele sind für ihn ein Grund, warum er seit längerem dem Laufsport frönt. „Der Spaß ist eigentlich die größte Motivation. Dazu kommt, dass man sich immer neue Ziele stecken kann. Solange ich mich steigere, werde ich auch weitermachen. Und zudem ist das Laufen für mich als Student ein schöner Ausgleich“, sagt Maurer. Seine Steigerung gegenüber dem Vorjahr kann sich bei seiner dritten Teilnahme am Lauf des LC Altenkessel sehen lassen. 2016 war Maurer als Vierter 58 Sekunden langsamer. „Es freut mich, eine neue Bestzeit hingelegt zu haben. Bis auf ein Stück ist es halt eine sauschnelle Strecke“, sagt er - und hat schon neue Ziele in Aussicht: Perspektivisch peile er die 33-Minuten-Marke und einen Marathon-Start an, erzählt Maurer.

Letzteres gilt auch für Gabriela Schumacher, die hinter Siegerin Janina Theobald vom LC Rehlingen in 50:39 Minuten als Siebtschnellste ankam. „Ich bereite mich auf den Frankfurt-Marathon Ende Oktober vor. Eigentlich komme ich vom Triathlon, dieses Jahr habe ich aber den Marathon für mich entdeckt. In Frankfurt möchte ich unter vier Stunden laufen“, sagt die 50-Jährige von der LSG Saarbrücken-Sulzbachtal. Ihre ersten Erfahrungen über die 42,195 Kilometer sammelte sie im April in Hamburg: „Bei acht Grad und Hagel“, berichtet die St. Ingberterin und lacht. Da waren die Bedingungen am Samstag entlang des Saar-Leinpfads deutlich angenehmer. Wobei Schumacher anmerkte: „Schade, dass so wenige Läufer da waren, denn das hier ist wirklich ein sehr schöner Lauf.“

Schumacher spricht einen Punkt an, der die Veranstalter etwas bange nach vorn blicken lässt. „Es ist so, dass sich das Ganze irgendwo auch rentieren muss. Da wäre es schon schön, ein paar Läufer mehr dabei zu haben“, sagt Bernd Backes vom LC-Vorstand mit Blick auf die 206 Starter. Einer, der gerne mitgelaufen wäre, ist Altenkessels Schriftführer Thomas Schwarz. Doch nach einem Herzinfarkt ist daran vorerst nicht zu denken. Allerdings sagt er: „Laufen ist ein wunderbarer Ausgleich zur Arbeit. Ohne das hätte es mich wahrscheinlich schlimmer erwischt. Der Sport hat mir sehr geholfen.“