Sondereinsatz in Saarbrücken : Nach Randale eines psychisch kranken Ex-Soldaten setzt Polizei auf Zeugen

Mann schleuderte wahllos Dinge auf die Straße, die ihm zwischen die Finger kamen: von Zuckerwürfeln über eine Vase bis hin zum Hammer. Das rief sogar das Sondereinsatzkommando auf den Plan. Hat er dabei auch andere gefährdet oder sogar getroffen?

Mehrere Stunden hat ein ehemaliger Soldat in Saarbrücken-Altenkessel sein Umfeld in Angst und Schrecken versetzt. Er warf wahllos irgendwelche Sachen im hohen Bogen vor sein Haus auf die Gerhardstraße. Mittlerweile kam der Mann in eine Klinik. Damit sind aber die Ermittlungen zu diesem Zwischenfall noch nicht abgeschlossen. Wie ein Burbacher Polizeisprecher mitteilt, brauchen seine Kollegen Zeugen, die etwas dazu beitragen können, den Fall aufzuklären. Mutmaßlich könnten auch Passanten von herumfliegenden Teilen getroffen worden sein. Auch diese sollen sich melden.

Großeinsatz mit Elitebeamten

Der psychisch kranke Bewohner begann Dienstagvormittag (4. Juni) damit, Zuckerwürfel, eine Vase und einen Hammer aus dem Haus zu katapultieren. Da der Polizei nicht klar war, ob der ehemalige Bundeswehrangehörige mit Erfahrungen bei Auslandseinsätzen auch Waffen besitzt, riefen sie Kollegen des Spezialeinsatzkommandos (SEK) sowie die Diensthundestaffel hinzu. Die Befürchtung bewahrheitete sich aber nicht, nachdem die Beamten das Haus gestürmt hatten. Ohne sich zu wehren, ließ sich der Mann festnehmen. Der 58-Jährige kam in eine Psychiatrie zur Untersuchung, wo er sich auch einen Tag später noch befindet. Der Altenkesseler soll nach Polizeiangaben untersucht werden, um herauszufinden, ob er eine Gefahr für die Allgemeinheit ist. Während des Einsatzes war die Straße abgeriegelt.

Kontakt zur Polizei: Telefon (06 81) 97 15 0.

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