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Kita Altenkessel
Kita St. Nikolaus wird neu gebaut

Jetzt geht’s los mit dem Neubau der Caritas-Kita in Altenkessel. 
Jetzt geht’s los mit dem Neubau der Caritas-Kita in Altenkessel.  FOTO: Nele Scharfenberg
Saarbrücken. Knapp drei Millionen Euro wird die Kindertagesstätte kosten. Dann gibt es aber auch ein Bistro und eine Turnhalle.

  Als am 29. Januar die ersten Bagger auf dem Gelände der  Caritas Kindertagesstätte St. Nikolaus in Altenkessel anrückten, waren die Kinder nicht mehr von den Fenstern wegzukriegen. „Sie haben sich die Nasen platt gedrückt“, erzählt Einrichtungsleiterin Petra Geib. Dort, wo bisher das Außenspielgelände der Kita war und Bäume und Hecken standen, wird derzeit der Boden für den Neubau geebnet. „Die Planungen laufen schon lange, jetzt sind wir froh, dass es endlich losgeht“, sagt Petra Geib.


Die Einrichtung, die 1910 gegründet und seit 1953 in den heutigen Räumlichkeiten in der Kirchstraße untergebracht ist, war 2013 von der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts) aus der Hand der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus (damals noch St. Joahnnes Baptista ) übernommen worden. „Die Räumlichkeiten sind nicht mehr zeitgemäß für die heutigen Bildungsansprüche und es war klar, dass etwas passieren muss. Im Laufe der Jahre gab es viele Konzepte, vom Umbau über Teilsanierung bis hin zum Neubau“, erinnert sich Petra Geib, die seit fast 30 Jahren in der Einrichtung arbeitet und diese seit 2000 leitet. „2016 kamen dann endlich die Zusagen für alle Zuschüsse, so dass wir mit den Planungen für einen kompletten Neubau beginnen konnten.“  Die Baukosten liegen bei insgesamt rund 2,885 Millionen Euro; bis auf einen bei der cts verbleibenden Rest  von  rund 140 000 Euro werden diese Baukosten  über Zuschüsse des Landes, des Regionalverbandes Saarbrücken, der Landeshauptstadt Saarbrücken und des Bistums Trier finanziert.

Nach der Fertigstellung zum Jahresende sollen in den fünf Gruppen insgesamt 104 Plätze zur Verfügung stehen, 20 mehr als jetzt. Drei Gruppen  werden altersgemischt mit Kindern von einem bis sechs Jahren belegt, statt fünf werden dann 15 Krippenplätze angeboten. „Wer Bedarf für einen Krippenplatz im kommenden Jahr hat, kann sich gern jetzt schon bei uns melden“, sagt Petra Geib. Zusätzlich zu den Gruppen- und Personalräumen entstehen pädagogische Räume, eine Turnhalle und ein Bistro. „Wir können dann jeden Tag ein Frühstück für die Kinder anbieten, so dass niemand mehr etwas von zu Hause mitbringen muss.“ Sie freut sich schon darauf, die neuen Räume mit Leben und einem pädagogischen Konzept zu füllen: „Bei einem pädagogischen Tag der Mitarbeiterinnen hatten wir bereits viele Ideen. Aber wir wollen auch die Eltern an dem Prozess beteiligen.“



Die Baustelle ist unter den Kindern inzwischen zum Dauer-Thema geworden. „Wir werden das Thema natürlich aufgreifen und in unseren Kita-Alltag integrieren“, sagt Petra Geib. Vorstellbar seien zum Beispiel gezielte Informationen zu den einzelnen Berufsgruppen, sowie Baustellen-Besichtigungen und Gespräche mit den Arbeitern.

Damit die Kinder während der Bauzeit weiterhin Bewegungsmöglichkeiten haben, können sie ab Ende März die nahe gelegene Grünfläche der Kirchengemeinde nutzen. Zudem gibt es einen Spielplatz in der Nähe. Das pädagogische Team plant zweimal in der Woche Waldtage für die Kinder.

Dagmar Scherer, Direktorin des Geschäftsbereichs Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe bei der cts, sagt: „Die Baumaßnahme für den Ersatzneubau der Caritas Kita St. Nikolaus hat seit der ersten Antragstellung durch uns im Jahr 2013 bis zum Baubeginn im Januar 2018 vielzählige Verhandlungsrunden, zermürbende Zeitaufschübe, sinnvolle Änderungen und unvermeidliche Kostenzuwächse mit sich gebracht. Wie bei allen schweren und langwierigen Geburten erinnert man sich nicht mehr an die Schmerzen, sondern freut sich am wohlgeratenen Ergebnis.“