Im Kreis fahren wäre teuer

Altenkessel/Burbach. Ein Ringbus, der durch die Stadtteile Altenkessel, Burbach, Gersweiler und Klarenthal kreist, könnte den Menschen im Bezirk West, den diese Stadtteile bilden, helfen, zu Geschäften zu kommen, und so den Bezirk stärken

Altenkessel/Burbach. Ein Ringbus, der durch die Stadtteile Altenkessel, Burbach, Gersweiler und Klarenthal kreist, könnte den Menschen im Bezirk West, den diese Stadtteile bilden, helfen, zu Geschäften zu kommen, und so den Bezirk stärken. Denn wenn man den 33 855 Einwohnern des Stadtbezirks bessere Nahverkehrswege eröffnet, dann müssten sie ihre Einkäufe nicht in der Innenstadt erledigen. Darüber haben sich Bürger aus dem Saarbrücker Westen bei einem Ortsgespräch der SZ Gedanken gemacht.Den so genannten Ringbus zu organisieren, sei kein Problem, erklärte die städtische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS) dazu. Ihn zu bezahlen schon. Etwa 100 000 Euro würde die Buslinie wohl kosten, sagte VVS-Sprecherin Christa Horn. Inzwischen hat die VVS genau nachgerechnet. Fahre ein Bus an 250 Werktagen pro Jahr jeweils zehn Stunden am Tag im Stundentakt die rund 18 Kilometer lange Strecke, dann koste das die VVS exakt 99 000 Euro. Zugrunde gelegt ist dieser Rechnung, dass jeder gefahrene Kilometer 2,20 Euro kostet. Nicht nur wegen der Kosten lehnt die VVS einen Ringbus ab. Der Saarbrücker Westen wird zurzeit bereits mit sechs Buslinien "bedient", sagt Horn. Die Linie 102 verbindet im Halbstundentakt Altenkessel und Burbach. Die 101 und 122 verbinden jeweils im Halbstundentakt Füllengarten und Freibüsch mit dem Zentrum in Burbach. Die 103 und 104 verbinden jeweils im Halbstunden- beziehungsweise Stundentakt Klarenthal und Gersweiler. Die 134 verbindet im Stundentakt Klarenthal und Gersweiler miteinander sowie beide Stadtteile mit dem Zentrum von Burbach. "In jedem Stadtteil gibt es nach unseren Informationen Einkaufszentren für die tägliche Nahversorgung. Die vorhandenen Linien verbinden bereits die jeweiligen Stadtteilzentren miteinander; lediglich die Verbindung von Altenkessel mit Gersweiler/Klarenthal ist mit einem Umsteigen verbunden, die anderen Relationen sind heute schon untereinander umsteigefrei zu erreichen. Daher sehen wir die Notwendigkeit einer zusätzlichen Ringlinie nicht gegeben", sagt Christa Horn. Die VVS-Sprecherin weist darauf hin, "dass im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs auch Kosteneinsparungen realisiert werden sollen". Im Klartext heißt das: Bei der VVS wird darüber nachgedacht, den jährlichen Verlust bei Saarbahn und Bus von rund 16 Millionen Euro weiter zu senken, nicht weitere Verluste zu machen.