Hochstimmung beim Start in neue Session

In Altenkessel, Gersweiler, Burbach und Bübingen wackelte die Wand – denn die Narren legten los. Überall strömte das Publikum in Scharen in die Narrhallas. Und überall kamen die Gäste auf ihre Kosten.

Zur Sessionseröffnung am Samstagabend in der Altenkesseler Jahn-Turnhalle ließ es sich der Chef-Bühnenbauer der Karnevalsgesellschaft "Die Kesselflicker" nicht nehmen, den ersten Auftritt im neuen Bühnenbild selbst hinzulegen: Theo Colanie schnappte sich ein Mikrofon und präsentierte in der Lederhose eine Playbackshow zu Andreas Gabaliers "I sing a Liad für di".

Als "ein Träumsche" beschrieb Moderator Wolfgang Bogler das komplette Programm mit allerhand stimmungsvollen Höhepunkten samt In- und Exthronisierung von Prinzenpaaren.

Prinz Domin I. von Hisslers Scholle und Prinzessin Aline I. vom Alsbachtal lösten auf dem Kesselflicker-Thron Tollität Sven I. und Lieblichkeit Franziska I. ab.

"Fernsehland in Narrenhand" heißt das Sessionsmotto bei den Klarenthaler "Quasslern". Den passenden Sketch dazu hatten die Illinger "Knallerbsen" dabei: Da gerieten im Beitrag "TV-Zappen" Fußball-Übertragung, Kochstudio und Sportschau mächtig durcheinander. Akteur Johannes Marx: "Er geht einfach nicht rein, Müller beißt sich die Zähne aus." "An einer Cremerolle", fiel ihm Köchin Lea Knödgen ins Wort. Nur eine von vielen komischen Umschalt-Geschichten. "Aus Kapazitätsgründen", so erläuterte Vizepräsident Patrick Topp, seien die "Quassler" ins Gemeindezentrum Gersweiler umgezogen, weil dort 50 Personen mehr Platz finden, als im heimischen Klarenthal. Topp: "Ist aber schon wieder brechend voll, vielleicht müssen wir mit der Sessionseröffnung in eine Halle umziehen."

Im Burbacher Bürgerhaus sorgte derweil Christoph Lesch als "Fidelius" bei der Sessionseröffnung der "Mir sin do" (MSD) für Hochstimmung. Sein Schwerpunkt: der Fastnachts-Dauerbrenner "Humba täterä", der in dieser Session 50 Jahre alt wird. Premiere feierten bei der MSD die "Klooreiche". In ihnen ist das einstige "Chaotenballett" aufgegangen, das - von einer Damenriege unterstützt - eine Playbackshow ablieferte, in der kaum ein aktueller Partyhit fehlte. "Atemlos", "Malle ist nur einmal im Jahr", "Amsterdam", "Rock mi" und andere waren sie in eine kurzweilige Urlaubsgeschichte verpackt - davon wollte das Publikum mehr. Auch die Narren von der Oberen Saar starteten am Samstag offiziell in die neue Session. Die Bübinger "Holzäppel" durften in ihrem Jubiläumsjahr das Fest ausrichten und lieferten mit einer perfekt geschmückten Halle perfekte Atmosphäre. "Die Faasenacht beginnt heute, und wer bis Aschermittwoch nicht alles mitholt, was er kann, ist selber schuld", sagte Thorsten Konrad, der Elferratspräsident der "Holzäppel", der locker und wortgewandt durch das Programm führte. Neben Tänzen der Garden und Büttenreden war die Prinzenproklamation der Höhepunkt des Abends. Alle teilnehmenden Vereine stellten den Faasebooze ihre neuen Prinzenpaare vor.