Theater : Ein Drunter und Drüber bei den „21ern“

Altenkesseler Theaterfreunde laden noch mehrmals zu ihrer neuesten Komödie ins Restaurant „La Famiglia“ ein.

Anfang Oktober gibt es in Altenkessel allerhand zu lachen. Denn das ist die Zeit der „21er“, wie sich die Theaterfreunde des Stadtteils aufgrund der Jahreszahl in ihrem Vereinsnamen nennen. Sie laden dann zu ihren Vorstellungen in den Theatersaal des Restaurants „La Famiglia“ in der Altenkessler Alleestraße ein.

An den beiden Premieretagen fühlten sich die Zuschauer in den überraschend schwach besuchten Vorstellungen an die Episoden der Doku-Soap rund um die Geißens erinnert. Mit einem lang gezogenen „Hubert“ fordert Sabine Schäfer als Isolde Eiermann die Aufmerksamkeit ihres Bühnen-Gatten, den Spielleiter Hans-Jörg Roa spielt. Ein durchlaufender Gag, der von da an immer wieder für Heiterkeit unter den mehr als 150 Zuschauern sorgt. Schnell wird klar: Die eitle Frau lässt lieber andere für sich arbeiten, was Tochter Babsi, die Fabienne Horff bei ihrem Bühnendebut gibt, als erste offen sagt. Isolde gibt das kaum noch vorhandene Vermögen ihres als Eierkocherfabrikanten tätigen Ehemanns mit vollen Händen aus und widmet sich ihren unzähligen versnobten Hobbys, die ihr zu allem Überfluss auch noch als Alibis für Schäferstündchen mit einem Geliebten dienen. Wie es Opa Klappstock (Heiner Gores) schon ahnt, stehen Firma und Familie kurz vorm Bankrott, und just in dieser Situation drängt Isolde ihren Hubert auch noch dazu, eine Haushaltshilfe einzustellen. Als einzige Kandidatin stellt sich wenig später Larissa Dony als Cornelia Rosensprung auf. Dazu kommen noch die Nachbarn, die Kernchens, die stets für Verwirrung sorgen.

Sohn Thomas, der anfangs wenig Gegenliebe von der Nachbarstochter erfährt, spielt Alexander Roa. Stefan Gries spielt den stets lüsternen Waldemar und Heidi Peters die einfältige Traudel. Als Callgirl Ludmilla sorgt Susanne Roa noch für eine erotisch-komische Verwechslung. Fehlt noch Janine Dörr, die in ihrer ersten Rolle bei den „21ern“ Susi, die Freundin von Thomas und Babsi spielt.

Wie zu erwarten, steuern die Akteure in ihrer Geschichte auf ein kaum noch aufzulösendes Szenario. Wie sich doch noch alles zum Guten wendet, wird an dieser Stelle nicht verraten. Schließlich stehen noch einige Vorstellungen an, bei denen die „21er“ auf stärkeren Publikumszuspruch hoffen. Schließlich bietet ihr Theatersaal Platz für 200 Gäste. Wer das genaue Ende wissen will, hat noch einige Male die Gelegenheit, das Stück zu sehen: Samstags, 7. und 21. Oktober, 19.30 Uhr, Sonntag, 8. und 15. Oktober, 19 Uhr, Freitag, 13. Oktober, 20 Uhr und Freitag, 20. Oktober, 19.30 Uhr.