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Angst um Neunjährigen in Saarbrücken
Große Suche nach vermisstem Jungen

Polizei suchte nach vermisstem Kind aus Saarbrücken (Symbolbild).
Polizei suchte nach vermisstem Kind aus Saarbrücken (Symbolbild). FOTO: dpa / Karina Hessland-Wissel
Saarbrücken. Neunjähriger verschwindet beim Kinderfest. Erst am Abend kommt die Erlösung. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Große Vermisstensuche nach einem Jungen im Deutsch-Französischen Garten (DFG): Die hat am Sonntagabend Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) auf den Plan gerufen. Wie ein Sprecher der Alt-Saarbrücker Polizei berichtet, waren die Helfer über mehrere Stunden damit befasst, den Neunjährigen ausfindig zu machen.


Demnach hatte er am Nachmittag mit seiner Mutter wie Tausende weitere auch das Kinderfest der Landeshauptstadt besucht. Mit einem Freund machte er sich währenddessen auf den Weg über das weitläufige Gelände, ohne die Eltern im Schlepptau.

Gegen 17.30 Uhr zog dann seine Mutter los, um ihren Nachwuchs  zu suchen. Die Angst, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte, nahm dramatisch zu, als sie ihn einfach nicht entdeckte. Sie alarmierte in ihrer Verzweiflung die Polizei, die zunächst mit ihr den Garten nach ihm absuchte. Allerdings stellte sich die Lage etwas vertrackt dar. Denn der Schüler trug Tarnkleidung, wie die besorgte Frau berichtete, was die Suche zwischen all den Hecken erheblich erschweren sollte.



Den Ermittlern blieb nichts anderes übrig, als Diensthunde hinzuzurufen, nachdem das Kind spurlos verschwunden blieb. Sogar das THW musste anrücken, die Feuerwehr ebenso. Ein Mantrailerhund wurde zusätzlich angefordert. Dieses Tier ist dazu ausgebildet, vermisste Menschen aufzuspüren.

Erst gegen 21 Uhr kam die erlösende Mitteilung: Der Junge war wohlauf, aber schon geraume Zeit nicht mehr auf dem Festgelände, wie ein Bekannter der Familie informierte.

Was war passiert? Nachdem der Junge keine Lust mehr hatte, länger im DFG zu verweilen, trat er kurzentschlossen auf eigene Faust den Heimweg an. Mit dem Bus fuhr er zum Hauptbahnhof. Dort entdeckte ihn ein Nachbar. Dieser kümmerte sich um ihn, nahm den Jungen mit nach Hause. Am späten Abend waren Mutter und Sohn wieder beisammen.